Öffentliche Häuserwände als Leinwand
Kurzfilm: Skurrile Wandgemälde in Stop-Motion
Yasmin Kötter
Wer auf öffentlichen Wänden seine Kunstwerke hinterlässt, macht sich für gewöhnlich wenig Freunde. Anders der italienische Künstler Blu - er nutzt Wände als Leinwand für seine gefragten Kurzfilme. Er zeichnet kleine surreale Geschichten, die er unter großem Aufwand mit Stop-Motion-Technik auf Film bannt.
Kopflose Menschen, menschliche Köpfe auf Spinnenbeinen, einäugige Monster - die Filme von Blu sind halb wirrer Alptraum, halb durchdachte Kurzgeschichte. Der Künstler nutzt dabei die Häuserwände in ihrer ganzen Größe, sodass darauf mitunter überlebensgroße Figuren ihr Unwesen treiben.

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Screenshot aus dem Wand-Film "MUTO".
Der neueste Streich von Blu heißt "MUTO" und nutzt Häuserwande in Buenos Aires und Baden für teils gruselige schwarz-weiße Szenen. Ein wiederkehrendes Element in den Filmen ist die Metamorphose: Menschliche Körperteile, die sich in halb mechanische Wesen verwandeln, die wiederum von großen Menschen gefressen werden.
Insgesamt elf Videos gibt es bisher von Blu. Darunter auch Clips, in denen er die Zuschauer an der Entstehung seiner Zeichentrickfilme teilhaben lässt. Dazu kommen auf seiner Homepage eine Vielzahl von starren Wandgemälden aus der ganzen Welt und drei virtuelle Skizzenbücher mit zahlreichen Werken.
| Steckbrief | |
|---|---|
| Regisseur: Blu | Sprache: ohne Dialoge |
| Auflösung: 320 x 230 | Laufzeit: 07:26 min |
| Format: Adobe Flash | Anschauen: Kurzfilm anschauen |
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