China: Twitter als Nachrichtendienst aus Krisengebieten

Student berichtete live vom Erdbeben

Wie ein in Peking ansässiger Cnet-Mitarbeiter in seinem Blog bei Cnet Asia schreibt: "Twitter ist eine gute Quelle für Echtzeit-Updates". Er nennt in einem Blog-Eintrag vom Mittwoch verschiedene Mitglieder-Namen, die regelmäßig direkt aus Chengdu von der Katastrophe berichten - aus der Ich-Perspektive und schneller als jede Nachrichtenagentur. Dafür selbstverständlich mit weniger Informationen als die Medien.

Eine der ersten Erdbeben-Meldungen kam von einem englischsprachigen Studenten namens Daniel Ebbutt mit dem Spitznamen "inwalkedbud", der in seinem Appartment im 7. Stock vor seinem PC saß, als das Beben einsetzte. Die Nachricht: "we just had a massive earthquake! still alive though!" schickte der 22-Jährige um 15:04 Uhr Ortszeit von seinem Handy aus, kurz nachdem er das Gebäude verlassen hatte.

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Das schreibt Ebbutt in einem Eintrag auf seinem Blog, in dem er die Geschehnisse der vergangenen Tage zusammenfasst. Der bekannte amerikanische Blogger Robert Scoble alias Scoblizer war einer derjenigen, die durch die Twitter-Nachrichten von Ebbutt schnell über das Beben informiert worden waren und die Nachricht weiterverbreiteten.

USA: Twitter als Wahlkampf-Helfer

Nicht nur Privat-Nutzer sind bei Twitter angemeldet, sondern mittlerweile auch bekannte Namen wie Hillary Clinton und Barack Obama, die den Dienst für den Wahlkampf nutzen, genauso wie die britische Rundfunkanstalt BBC und die US-amerikanische Zeitung The New York Times. Die Times nutzt Twitter, um ihre Schlagzeilen unter die Leute zu bringen, ergänzt mit einem Link zum jeweiligen Artikel. Damit ist Twitter nicht mehr nur ein sinnloser Zeitvertreib, wie ihn viele Kritiker zum Start vor zwei Jahren sahen, sondern mausert sich zum internationalen Sprachrohr.

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