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18.05.2008
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Schafft digitale Filmtechnik die Revolution?

Kino: Der Anbruch des digitalen Zeitalters

Axel Hahne

Comeback des 3D-Films?

Einige digitale Kinos unterstützen bereits die neue 3D-Norm, die ein räumliches Bild ermöglicht. Hierbei beträgt die Bildauflösung ebenfalls nur 2K, die Frequenz 48 fps. Das Auge bekommt durch die Shutterbrillen, die das Licht für jedes Auge abwechselnd durchlassen, allerdings nur jedes zweite Bild zu sehen, sodass sich die praktisch nutzbare Frequenz auf 24 fps verringert.

Bereits in den fünfziger Jahren gab es erste Versuche, den 3D-Film in den Kinos zu etablieren. Allerdings scheiterte das Vorhaben an der mäßigen Qualität, den etwas albern wirkenden 3D-Brillen und der Überanstrengung der Augen, die bei vielen Kinobesuchern für Kopfschmerzen sorgte. Mit der neuen digitalen Technik soll alles besser werden, versprechen die Filmstudios. Hollywoodproduzent Jeffrey Katzenberg erwartet für das 3D-Kino eine ganz große Zukunft: "Demnächst wird man überall seine individuellen 3D-Brillen kaufen können und sie wie selbstverständlich mit ins Kino mitnehmen", sagte er gegenüber der Frankfurter Rundschau. "Es wird ein Lifestyle-Produkt, auf das die Industrie einsteigen wird."

Ob er damit Recht behält, entscheidet am Ende wieder einmal die Akzeptanz der Kinobesucher. Erste digitale 3D-Filme wie "Polarexpress", "Beowulf", "Triff die Robinsons" und "U2-3D" sind bereits in den Kinos gelaufen, weitere wie James Camerons 200 Millionen-Dollar-Projekt "Avatar" sind in Produktion. George Lucas und Peter Jackson haben bereits angekündigt, ihre Kassenschlager "Star Wars" und "Der Herr der Ringe" noch einmal in 3D in die Kinos zu bringen.

Bedrohung aus dem Wohnzimmer

Damit der Filmfan von alldem etwas mitbekommt, muss die Digitalisierung in Deutschland aber erst einmal voranschreiten. Neue Bewegung könnte ein Konzept von HDF KINO, der größten nationalen Interessengemeinschaft der Kinos, bringen. Es sieht vor, die Kosten, Rechte und Pflichten der Beteiligten gleichmäßig zu verteilen und die Umrüstung ab Anfang 2009 innerhalb von fünf Jahren durchzuführen.

Die Zeit drängt, denn die Heimkinotechnik in den Wohnzimmern ist schon lange digital und erreicht durch Blu-ray-Discs und Full-HD-Beamer zunehmend eine Qualität, die sich selbst vor dem neuen 2K-Standard nicht verstecken braucht. Sogar die ersten 3D-Fernseher sind schon im Handel erhältlich und warten darauf, stereoskope Filme zu zeigen.


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