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18.05.2008
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Schafft digitale Filmtechnik die Revolution?

Kino: Der Anbruch des digitalen Zeitalters

Axel Hahne

Kino: Der Anbruch des digitalen Zeitalters

Dem digitalen Kino gehört die Zukunft, darüber sind sich heute wohl alle einig. Denn die digitale Technik bringt den Filmstudios nicht nur enormes Einsparpotential, sondern auch sonst eine Menge weiterer Vorteile, von denen alle Beteiligten profitieren.

Inhalt

  • Digitalisierung in allen Bereichen
  • Mikrospiegel statt Zelluloid
  • Qualität durch Standards
  • Comeback des 3D-Films?
  • Bedrohung aus dem Wohnzimmer

Digitalisierung in allen Bereichen

Der größte Gegner für Filmproduzenten ist neben dem meist begrenzten Budget vor allem der enge Zeitplan. Bevor bei Dreharbeiten produziertes Material gesichtet und bearbeitet werden kann, muss der 35-Millimeter-Film erst im Labor entwickelt und danach gescannt werden. Für die Produktion geht dabei wertvolle Zeit verloren.

Kommen beim Dreh aber digitale Filmkameras zum Einsatz, kann das Material direkt am Drehort gesichtet und an die Postproduktion übergeben werden. Die wegfallenden Kosten für das eingesparte Negativmaterial (bei Star Wars Episode 3 laut Lucasfilm rund 1,8 Millionen Dollar) sowie immer günstiger werdende digitale Filmkameras wie die Red One und ihre Geschwister machen Low-Budget-Produktionen möglich, die bis vor kurzem nicht möglich gewesen wären.



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Hochauflösend und günstig: Kameras wie die Red One sollen die Filmproduktion revolutionieren. (Quelle: www.red.com)

Die Nachbearbeitung läuft schon seit Jahren komplett digital ab. Kein Editor schneidet heute einen Film noch mit Schere und Kleber, sondern bringt ihn mit Mausklicks virtuell am PC in die gewünschte Form. Aufwändige visuelle Effekte, wie sie schon lange nicht mehr nur in teuren Science-Fiction- oder Fantasy-Filmen zu sehen sind, wären ohne digitale Postproduktion undenkbar.

Bei der digitalen Filmdistribution entfallen die sehr teuren und bis zu 35 Kilogramm schweren Filmrollen. Die Filme können auf handlichen Festplatten verschickt oder per Satellit beziehungsweise Breitbandkabel in die Kinos gestreamt werden. Die Speicherung und Übertragung erfolgt dabei grundsätzlich verschlüsselt, um Raubkopien zu verhindern.

Der Filmvorführer kann das Abendprogramm einfach am Computermonitor zusammenstellen. Mit wenigen Klicks stellt er Sprachfassung, Werbetrailer und Startzeit ein, der Rest läuft automatisch ab. Der Computer überträgt die Video-Daten über ein Kabel an den Filmprojektor. In diesem entschlüsselt ein Prozessor die Daten und wandelt sie in einzelne Standbilder um. Um die Bildinformationen in Licht umzuwandeln, kommt bei den meisten heute üblichen digitalen Filmprojektoren die so genannte Digital-Light-Processing-Technologie (DLP) der amerikanischen Firma Texas Instruments zum Einsatz.

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