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Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche
Warnung vor Anmeldung für Download kostenloser Programme

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Verbraucherschützer warnen vor Internetseiten, die für den Download von kostenlosen Programmen eine Anmeldung verlangen und anschließend Rechnungen verschicken. Bei ihr häufen sich derzeit Anfragen zu Rechnungen des Anbieters mega-downloads.net.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor Internetseiten, die für den Download von kostenlosen Programmen eine Anmeldung verlangen und anschließend Rechnungen verschicken. Bei ihr häufen sich derzeit Anfragen zu Rechnungen des Anbieters mega-downloads.net.

Der Seitenbetreiber bittet Internetnutzer für ein Abonnement zur Kasse, das sie angeblich durch Registrierung auf seiner Seite geschlossen haben. Die Ratsuchenden sind sich aber sicher, diese Seite nie besucht zu haben. Die Erklärung ist einfach: Über Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder ask hatten die Betroffenen beispielsweise nach kostenlosen Programmen wie OpenOffice, eMule oder Virenschutzprogrammen gesucht.

Auf der Startseite von mega-download.net wird prominent auf die Kosten für den Download von Software, die eigentlich kostenlos ist, hingewiesen.

Die Suchergebnisse leiteten sie zu mega-downloads.net. Nach mehreren Klicks kamen sie zu einer Seite mit der Überschrift "Jetzt anmelden". Dort findet sich eine Eingabemaske für persönliche Daten. Daneben steht der Hinweis, dass man zunächst ein Testabonnement eingeht, aus dem mit Ablauf des Anmeldetages ein 24-Monatsabonnement über die Nutzung des Angebots zum Preis von acht Euro monatlich wird. In der Annahme, die Daten seien lediglich für den bekanntermaßen kostenlosen Download der Software nötig, haben die meisten diese Klausel übersehen.

mega-downloads.net
Pech hat, wer über Suchmaschinen direkt auf den Seiten der Software landet. Dort fehlt der Hinweis auf die Kosten für den Download.

mega-downloads.net
Bei der Anmeldung wird man am Rande auf die Kosten hingewiesen - übersieht sie aber in der Eile oft.

Die Verbraucherzentrale rät, sich durch Mahnschreiben der Firma nicht einschüchtern zu lassen. Die Zahlungsaufforderungen des Anbieters mega-downloads.net sollten mit der Begründung, dass auf diese Art und Weise kein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen ist, zurückgewiesen werden.

Als Hilfestellung bietet die Verbraucherzentrale einen Musterbrief an, der in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erhältlich ist oder auf der Internetseite der Verbraucherzentrale heruntergeladen werden kann. Den Link finden Sie am Ende des Artikels in den Links zum Thema.

Kommentare zu diesem Artikel

Verbraucherschützer warnen vor Internetseiten, die für den Download von kostenlosen Programmen eine Anmeldung verlangen und anschließend Rechnungen verschicken. Bei ihr häufen sich derzeit Anfragen zu Rechnungen des Anbieters mega-downloads.net.

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  • Gast_2010 schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    "Die Suchergebnisse leiteten sie zu mega-downloads.net. Nach mehreren Klicks kamen sie zu einer Seite mit der Überschrift "Jetzt anmelden"." Das ist sachlich falsch. Sie kamen zu einer Anmeldeseite mit einem Freeware-Programm als Überschrift, siehe z.B.: youtube.com/watch?v=qQ3Ygaemm5c -------------- "Pech hat, wer über Suchmaschinen direkt auf den Seiten der Software landet" Das betrifft niemanden. Dort leitete nach meiner Beobachtung die Google-AdWords-Werbung nicht hin.
  • Respacetaxi schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    Wenn du keine Adresse angegeben hast, würde ich mir erstmal keine weiteren Sorgen machen und abwarten. :)
  • arthus schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    und meine IP Nummer mehr war das ja eigentlich auch nicht, aber können die damit was anfangen? nö >> Drohung mit der IP-Adresse: Dichtung und Wahrheit
  • brunohs schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    Sie haben ja nur meine E-mail Adresse und meine IP Nummer mehr war das ja eigentlich auch nicht, aber können die damit was anfangen? Die email war der richtige Name.
  • Respacetaxi schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    On man reagiert oder nicht ist die Entscheidung des Einzelnen. Man kann nicht generell sagen was besser ist. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass man, falls man keine echten Daten angegeben hat, nicht reagieren sollte, sobald aber die echte Adresse im Spiel ist, sollte man ein Musterschreiben per Einschreiben schicken und dann erst wieder reagieren, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt.
  • brunohs schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    Sonst achte ich immer auf solche Sachen, weil ich in der Regel übervorsichtig bin. Ich werde erst einmal sehen was passiert. Ich ärgere mich über mich selber, weil ich das nicht gleich gesehen habe. Ich suche die Seiten immer ab nach allen möglichen kleinigkeiten, aber das habe ich nicht gesehen!
  • Scofield schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    Mit einem Widerruf per Musterschreiben wärst du vlt besser gefahren als mit einer Kündigung, Oder man reagiert erst gar nicht, egal mit was die drohen oder versuchen einzuschüchtern. Die einzigste Reaktion wäre erst bei einer Klage oder einem Gerichtlichen Mahnbescheid von nöten.
  • Respacetaxi schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    Mit einem Widerruf per Musterschreiben wärst du vlt besser gefahren als mit einer Kündigung, aber ich würde nun weder bezahlen, noch mich wieder bei denen melden. Denn egal was du nun tust, es werden weitere Mahnungen kommen. Vlt kommt sogar in 5 Jahren wieder eine.
  • Scofield schrieb Uhr
    AW: News - Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    Es ist egal wie die heißen, es ist bei allen die gleiche Masche.

    Und Du willst bezahlen? Warum? Willst Du die dadurch unterstützen? Warum hast Du gekündigt? Bist Du einen rechtsgültigen Vertrag eingegangen?

    Die Verbraucherzentrale Hamburg rät:

    Zahlen Sie nicht! Bleiben Sie stur! Lassen Sie sich nicht von Inkasso- oder Anwaltsbriefen unter Druck setzen! Der Trick ist, Leute mit Mahnungen so einzuschüchtern, dass sie zahlen, ohne es zu müssen. Die rechtlichen Begründungen, warum Sie angeblich zahlen sollen, sind allesamt unsinnig.

    Hinweis an alle, die unsicher sind und aus Angst zahlen wollen: Wenn Sie zahlen, schaden Sie nicht nur sich selber. Sie tragen auch dazu bei, dass die Gaunerei nicht aufhört. Denn so lange sich das Spielchen "lohnt", wird es diese irreführenden Internet-Seiten geben. Erst dann, wenn alle stur bleiben und niemand mehr zahlt, wird der Spuk mit den Abofallen aufhören.
  • brunohs schrieb Uhr
    AW: Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche

    Leider konnte ich keine informationen über die Firma Streamload finden. Auch dort wurde mir nun eine Rechnung gesendet via E mail, das ich 96 € bezahlen sollte. Man kann es wirklich schlecht sehen, jedenfalls nicht auf den ersten Blick, das es ein Abo von 12 Monatiger Laufzeit gibt. Ich soll nun 96 € bezahlen?? Nun weiss ich nicht. Ich habe jetzt per mail meine sofortige Kündigung geschickt und erst dann werde ich bezahlen. Es stand ja nun auf der Seite, was ich aber leider erst beim zweiten Hinsehen gesehen habe. Weiss jemand was darüber????
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Verbraucherschützer: Kostenfalle Softwaresuche
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor Internetseiten, die für den Download von kostenlosen Programmen eine Anmeldung verlangen und Rechnungen verschicken.
http://www.netzwelt.de/news/77706-verbraucherschuetzer-kostenfalle-softwaresuche.html
2008-05-14 14:38:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/mega-downloads-startseite-klein-1210766099.jpg
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