Hypersonic Sound-Technologie beamt sich ins Trommelfell
Agressive Werbung: vom Nirgendwo ins Innenohr
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Und die Kritiker scheinen recht zu haben. Schaut man sich Dezibel-Tabellen an, in denen explizit aufgelistet wird, wie laut unsere Welt geworden ist, bekommt man schon beim Studieren der Auflistung Ohrensausen. Die Liste fängt raschelnd mit einem Blatt und 10 Dezibel an. Die fast schon zur Gewohnheit gewordenen 80 Dezibel hingegen beschreiben die alltägliche Lärmbelästigung, die in belebten Fußgängerzonen auf uns niederprasselt - vergleichbar mit der Lautstärke eines Presslufthammers. Wenn nun noch ein etwa 90 Dezibel lauter LKW vorbeifährt, kommt man in die Sphäre der neuen Technologie.
Als ob ein LKW direkt ins Ohr fährt
Links rein, rechts raus - die Werbeindustrie stellt hier natürlich auf Durchzug, hat sie doch ein neues Instrument, um ihre Werbebotschaften besser unter die Leute zu bringen. So beschreibt jedenfalls Joseph Pompei, Gründer von Holosonic Research LabsInc. und Spezialist für hypersonische Sounds, die nächsten Geschäftsmodelle:" Das ist die wichtigste Errungenschaft für die werbetreibende Branche".
Aber es gibt auch positive, nicht werberelevante Anwendungsbeispiele: So wäre etwa ein Krankenwagen denkbar, der statt herkömmlicher Sirenen neuartige Ultraschall-Sirenen einsetzt. Diese würden, statt die halbe Nachbarschaft aus dem Schlaf zu reißen, nur die direkt vorausfahrenden Autos warnen.
Hyper Sound-Technik im Praxis-Einsatz in einer Bibliothek.
Auch Diskotheken sollen davon profitieren. So kann man gezielt ganze Räume beschallen, ohne dass die Lautstärke nach außen dringt. Eigentlich eine tolle Geschichte, wenn man den Dezibel-Wert von 110 außer Acht lässt. Die akustische Schmerzgrenze liegt ja "erst" bei circa 130 Dezibel, Fenster gehen "erst" bei 160 Dezibel zu Bruch. Für die Industrie Grund genug, in die neue hörbare Technologie zu investieren, für Kritiker Grund genug, auch weiterhin ordentlich Lärm zu machen.
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