Hypersonic Sound-Technologie beamt sich ins Trommelfell
Agressive Werbung: vom Nirgendwo ins Innenohr
Markus Henkel
Eine Technologie, die Töne direkt und individuell in die Ohren eines Menschen beamt, ist absolut neu. Nach mehr als zehn Jahren Entwicklungszeit ist die "Hyper Sound-Technik" nun für unsere Ohren per Überschall abgestimmt. Sie leitet einen Strahl direkt ins Trommelfell einer Zielperson.
Die Überschallwellen zerschlagen am Körper des Menschen und mischen sich über das Ohr zur Original-Botschaft zusammen. Das Unglaubliche: Die Quelle ist nicht sichtbar, strahlt nur in einem bestimmten Radius und wenn die betroffene Person aus der Welle, dem Radius, tritt, ist die Botschaft wieder für andere Personen verfügbar. Vergleichbar mit einem unsichtbaren Duschstrahl, der nur eine bestimmte Stelle auf der Straße berieselt: Man geht drunter durch und hört für einen kurzen Augenblick eine Nachricht. Und das alles ohne nass zu werden.
Erster Test schlug ein wie eine Bombe
Die Werbeindustrie reibt sich schon jetzt begeistert die Hände, denn ein erster Test in New York war ein voller Erfolg. Die Firma A & E Television Network nutzte erstmals die Technologie in den belebten Straßen von New York und war überwältigt. Unter der Überschrift: "Paranormale Zustände" verblüffte man die Bewohner und Passanten. Die ersten New Yorker gingen an den versteckten Quellen vorbei und blieben anfangs verdutzt stehen, schauten sich um oder schüttelten einfach nur mit dem Kopf. Nachdem die geheimnisvollen Stimmen ihre Runde machten, strömten die New Yorker prompt zu den geisterlichen Stimmen, um sich selbst ein Bild davon zu machen.
Privatsphäre und Gesundheit in Gefahr
Mit Hilfe der Hyper Sound-Technik können Audio-Botschaften gezielt an einzelne Personen gerichtet werden, auch wenn diese in einer Menge von 100 Menschen stehen. Nur dass die anderen drumherum nichts davon mitbekommen. Genau dieser Umstand ruft die Kritiker auf den Plan. Sie befürchten ein weiteres, im wahrsten Wortsinn gezieltes Eindringen in die Privatsphäre. Von Manipulation ist gar die Rede. Aber auch für die allgemeine Gesundheit birgt der Ultraschall-Beamer Gefahren.
"Viele wollen die Lautstärke, zum Beispiel in Diskotheken, gesetzlich geregelt wissen - auch unsere Politik fordert das schon lange", ärgert sich Ute Rombkowsky, Hörgeräteakustiker-Meisterin aus Hamburg. "In einer Einkaufspassage herrschen circa 80 Dezibel. Man muss das Hypersonic Sound-Signal also schon mit knapp 90 Dezibel versenden, um alle anderen akustischen Signale zu übertönen. Das ist absolut schädlich für das Ohr", legt die Lärmgegnerin entschieden nach.
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Und wieder war die Evolution nicht schnell oder gut genug.
Wir bräuchten etwas äquivalentes zu Augenliedern für die Ohren!
Ansonsten gehört es verboten diese Technik in der Werbung zu verwenden!
Ich meine Plakate muß ich ja nicht anschauen und kann trotzdem vorbei gehen. Mein Gehör ist aber immer "online" und kann nur schwer abgeschalten werden...
Als das schlimmste empfinde ich momentan die Papageien, die auf den Süßigkeitenspendern sitzen und einen plötzlich vollquatschen. Wenn ich denke, daß mich plötzlich jedes Plakat oder jede Straßenlaterne vollsabbelt (am besten mit Klingeltonwerbung!!), dann .... ach ich weiß auch nicht vielleicht hilft wohl nur noch Amoklauf :engelsei:
Stille und sichtbare Grüße.
Wir wollen doch nicht hoffen, dass du deinen Amoklauf in die Tat umsetzt. Würdest die tatsächliche Umsetzung der ganzen Technik verpassen. Das spannende Thema wird bestimmt seine Runden machen und irgendwann nach Deutschland kommen. Ich bin persönlich gespannt, ob es sich hier tatsächlich umsetzen lässt. Auf jeden Fall haben die Datenschützer wieder was um die Ohren. Ist ja in letzter Zeit etwas Still um diese geworden.
Ebbe
;)
Amoklauf kann man es doch schon nennen, wenn man in seinem Viertel und auf dem Weg zur Arbeit all diese -tja wie werden wir die mal nennen?- Nervboxen "entfernt"!
Ich rufe natürlich nicht zur Gewalt auf, aber manchmal muß man es einfach raus schreien
:fart:
Grüße Grunzer
Da hast du natürlich Recht. Ist schon etwas anstrengend und vor allem frech, einfach so angefunkt zu werden. Vielleicht sollten wir hoffen, dass die positiven Seiten der Technologie umgesetzt werden.
Grüßle
Laengsynt
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