Auf den Spuren von Neil Amstrong

WorldWide Telescope: Microsofts Griff nach den Sternen

Schon im Februar 2008 war es in vielen Blogs zu lesen: Microsoft greift nach den Sternen. Die meisten kennen den Weltall-Ausblick über Google Sky. Nun bekommt die Ergänzung des Satellitenkartenbetreiber Google Earth eindrucksvolle Konkurrenz.

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Neptun - Der Neptun ist von der Sonne aus gesehen der achte und äußerste Planet im Sonnensystem.
Der Neptun ist von der Sonne aus gesehen der achte und äußerste Planet im Sonnensystem.

Der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter und jetzige Vollzeitblogger Robert Scoble schrieb damals als einer der ersten über die neue Konkurrenz zu Google Sky. Microsoft habe ihm einen ersten Ausblick gegeben, der ihn dann auch fast zum Weinen gebracht habe. Es sollen ausschließlich Freudentränen gewesen sein.

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Erster guter Eindruck

Und tatsächlich: Der erste Eindruck von Microsofts WorldWide Telescope ist wirklich gut. Der Computer-Anwender kann den schlichten konventionellen Weg durch die Galaxis wählen oder an Führungen durch verschiedene äußere Raumebenen (outer-space destination) teilnehmen. Diese informativen Führungen werden von renommierten Wissenschaftlern und Astronomen begleitet. Das folgende Microsoft-Video zeigt diesen ersten guten Eindruck:

Die Website erlaubt es, über eine Software, dem Benutzer aus verschiedenen Teleskopen und unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts auszuwählen. Das World Wide Telescope hat durch die vielen Möglichkeiten eine extrem leistungsfähige Zoom-Funktion. Den Nutzungsvorgang beschreibt Robert Scoble als recht simpel. Der Hobby-Himmelskundler sucht sich eine Stelle am Himmel und los geht die Zoomerei. Bei den ersten Tests dachte Scoble immer, dass es sich bei einem interessanten und angezoomten Objekt um einen einfachen Stern handele. Doch bei näherer Betrachtung stellte sich dann plötzlich heraus, dass es sich um zwei kollidierende Galaxien gehandelt hat.

Große Datenbank bietet "fast" unendliche Möglichkeiten

Aber wie ist diese starke Leistungssteigerung im Zoomverhalten überhaupt möglich? Gerade im Hinblick auf Google Sky, wo die Tiefen der Zoomerei oft mit der Meldung "keine Bilder bei dieser Zoomstufe verfügbar" endete. Die Redmonder haben ihre Beziehungen spielen lassen und dürfen mehrere Teleskope gleichzeitig nutzen. Mit dabei sind auszugsweise: Chandra X-Ray Observatory Center, Sloan Digital Sky Survey und natürlich darf die NASA auch nicht fehlen. Letztere stellen die Bilder des Weltraumteleskops "Hubble" zur Verfügung. Dieses Konsortsium aus verschiedenen Institutionen bildet eine unglaublich große Datenbank, auf die die neue Microsoft-Telescope-Software zugreifen darf und somit der Software fast unendlich viele Möglichkeiten des Zooms bietet.

Microsofts Bilder aus dem All

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Viele Testberichte beschreiben die noch in der Spring-Beta Fassung befindliche Software als klare Konkurrenz zu Google Sky. Da der erste Eindruck ja bekanntlich zählt, ist dem forschenden User Spannung garantiert: Denn die Software fährt mit schickem Design auf und hat einige Zusatzfunktionen wie die eigene Community, Guided Tours und sinnvolle Suchfunktion zu bieten. Aber Achtung: Bevor man richtig loslegen kann, muss man sich etwas mit der Software und den vielen Tools auseinandersetzen. Aber mit etwas Geduld kann man sich auf die Spuren von Neil Amstrong machen. In diesem Sinne: guten Start.

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