Zwischen Linux-Konkurrenz und Vista-Hoheit
Microsoft vs. Billig-Notebooks: Der XP-Spagat
Microsoft unter Druck: Der Hype um kleine und leistungsarme Billig-Notebooks passt überhaupt nicht ins Konzept. Eigentlich wollte man Windows XP aufs Abstellgleis schieben, jetzt erlebt das Betriebssystem notgedrungen seinen zweiten Frühling.

Inhaltsverzeichnis
- 1Wenn der Stichtag zusticht
- 2Lizenz zum Sparen
- 3Redmonder Turnübungen
- 4Sorgenkind Vista
Wie weit sollte sich ein Vogel von seinem Nest entfernen, um nach neuer Nahrung zu suchen? Vor einem ähnlichen Dilemma steht derzeit Microsoft mit seinen Überlegungen zur Zukunft von Windows XP. Eigentlich sollte die Kundenjagd für Vista beginnen. Jetzt aber bedroht Linux wichtige Marktanteile.
Wenn der Stichtag zusticht
Denn die Welle von Billig-Notebooks - in Manier des Asus EeePC minimalistisch ausgestattet und preislich hochattraktiv - hat kein Interesse an Microsofts aufgeblähtem Vista und wendet sich freien Betriebssystemen wie Linux zu, um den Preis weiter drücken zu können.
Zeit für Microsoft, das altgediente Windows XP abzustauben. Eigentlich sollte der Support und Verkauf von Lizenzen mit dem Stichtag 30. Juni abgeschlossen sein, auf Drängen diverser Hardware-Hersteller geht XP jetzt aber bis 2010 in die Verlängerung.
EeePC-Konkurrenten im Überblick - Teil 3
3K Longitude 400 bleibt wohl nur in den USA und schafft nicht den Sprung über den großen Teich.
Der Medion Akoya Mini dürfte bald seinen Weg in deutsche Geschäfte finden.
Der Surcouf La Révolution aus Frankreich ist identisch mit dem Easynote XS 20 von Packard Bell und 100 Euro günstiger.
Lizenz zum Sparen
Microsoft, ganz Business, macht aus der Not eine Tugend: Für Billig-Notebooks gibt es XP Home nicht nur länger als geplant, sondern auch noch günstiger: Nur umgerechnet 20 Euro soll eine Lizenz in Industrienationen kosten, für Schwellen- und Entwicklungsländer drückt der Konzern den Preis sogar auf 17 Euro.
Aber keine DSL-Flatrate ohne Sternchen und kein Microsoft-Geschenk ohne Ausnahmen: Denn ein Billig-Notebook, oder auch Ultra-Lowcost-PC (ULPC) genannt, muss sich seinen Namen erst verdienen. Voraussetzungen: Display mit maximal 10,2 Zoll, Festplatte höchstens 80 Gigabyte.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Asus EeePC hier.
