Zwischen Linux-Konkurrenz und Vista-Hoheit
Microsoft vs. Billig-Notebooks: Der XP-Spagat
Moritz Zielenkewitz
Microsoft unter Druck: Der Hype um kleine und leistungsarme Billig-Notebooks passt überhaupt nicht ins Konzept. Eigentlich wollte man Windows XP aufs Abstellgleis schieben, jetzt erlebt das Betriebssystem notgedrungen seinen zweiten Frühling.
Wie weit sollte sich ein Vogel von seinem Nest entfernen, um nach neuer Nahrung zu suchen? Vor einem ähnlichen Dilemma steht derzeit Microsoft mit seinen Überlegungen zur Zukunft von Windows XP. Eigentlich sollte die Kundenjagd für Vista beginnen. Jetzt aber bedroht Linux wichtige Marktanteile.
Wenn der Stichtag zusticht
Denn die Welle von Billig-Notebooks - in Manier des Asus EeePC minimalistisch ausgestattet und preislich hochattraktiv - hat kein Interesse an Microsofts aufgeblähtem Vista und wendet sich freien Betriebssystemen wie Linux zu, um den Preis weiter drücken zu können.
Zeit für Microsoft, das altgediente Windows XP abzustauben. Eigentlich sollte der Support und Verkauf von Lizenzen mit dem Stichtag 30. Juni abgeschlossen sein, auf Drängen diverser Hardware-Hersteller geht XP jetzt aber bis 2010 in die Verlängerung.
EeePC-Konkurrenten im Überblick - Teil 3
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Lizenz zum Sparen
Microsoft, ganz Business, macht aus der Not eine Tugend: Für Billig-Notebooks gibt es XP Home nicht nur länger als geplant, sondern auch noch günstiger: Nur umgerechnet 20 Euro soll eine Lizenz in Industrienationen kosten, für Schwellen- und Entwicklungsländer drückt der Konzern den Preis sogar auf 17 Euro.
Aber keine DSL-Flatrate ohne Sternchen und kein Microsoft-Geschenk ohne Ausnahmen: Denn ein Billig-Notebook, oder auch Ultra-Lowcost-PC (ULPC) genannt, muss sich seinen Namen erst verdienen. Voraussetzungen: Display mit maximal 10,2 Zoll, Festplatte höchstens 80 Gigabyte.
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