Smartphone im Test: HTC Touch Cruise
Fazit: Viel Ausstattung macht träge
Die Kamera des Touch Cruise nimmt Fotos mit einer maximalen Auflösung von drei Megapixeln auf. Leider arbeitet sie recht langsam und ist damit weniger für Schnappschüsse geeignet. Der Autofokus wird, wie bei einer herkömmlichen Kamera gewohnt, beim Andrücken des zweistufigen Auslöser-Knopfes aktiviert. Um das Foto dann auszulösen ist verhältnismäßig großer Kraftaufwand nötig, was in der Praxis schnell für unzufriedene Fotografen sorgt. Bei guten Lichtverhältnissen gelingen die geschossenen Fotos gut. Das Fehlen einer Foto-Leuchte oder eines Blitzes macht Aufnahmen auf schummrigen Partys schwierig bis unmöglich.
Der verbaute Musik-Player löst keine Begeisterungsstürme aus, für seichte musikalische Unterhaltung reicht er aus. Der Kopfhöreranschluss am Touch Cruise ist proprietär, sodass sich keine herkömmlichen 3,5-mm-Klinkenstecker anschließen lassen. Auch Equalizer für eine Verbesserung des Klangs sucht der Nutzer vergebens. Bei Gesprächen mit dem Smartphone gibt es hingegen keine bösen Überraschungen. Die Gesprächpartner sind gut zu verstehen, teils zwar etwas leise, dafür ohne Verzerrungen.
An der Seite sitzt der Einschub für eine MicroSD-Speicherkarte.
Die stärkste Performance bietet das HTC-Smartphone selbstverständlich im Business-Bereich. Organizer, großes Telefonbuch, Messaging-Dienste und Office-Anwendungen wie Word, PowerPoint und Excel sprechen für sich. Dank Windows Mobile fällt die Synchronisation mit dem heimischen PC über USB denkbar leicht. Auch die übrige Ausstattung kann sich sehen lassen: Mit WLAN, HSDPA, GPS, Digitalkamera und Media-Player sind Business- und Privat-Nutzer gleichermaßen gut gerüstet.
HTC Touch Cruise
Die Rückseite ist leicht gummiert und das Material angenehm in der Hand.
Die Tasten zum Annehmen und Auflegen sind mechanisch, leider mit einem kaum spürbaren Druckpunkt.
Im Lieferumfang ist ein Headset enthalten, der Anschluss ist proprietär und damit eigene Kopfhörer nicht zu verwenden.
Die Tasche verhindert Kratzer - besonders die gummierte Rückseite ist schnell von Kratzern übersäht.
In der Mitte sitzt ein Rad als Navigationstaste, das besonders in langen Listen eine komfortable Suche ermöglicht.
Weniger positiv fällt im Test die Bedienung des Smartphones auf. Zwar ist TouchFlo ein Schritt in die richtige Richtung und macht die Grundfunktionen leicht zugänglich. Doch leider verliert sich der gute Ansatz in den Tiefen der Menüs und damit leidet die Intuitivität. Wo Windows Mobile im Bezug auf die Funktionen ganz klar Pluspunkte bringt, beschert es dem Touch Cruise in Sachen Handhabung dicke Minuspunkte.
Für Ungeübte ist dieses Betriebssystem sicher schwer zu bedienen. Außerdem sind Wartezeiten keine Seltenheit. Wer sich an Windows Mobile gewöhnt hat und seine Vorteile zu schätzen weiß, erhält mit dem HTC Touch Cruise für etwa 465 Euro einen wahren Ausstattungs-Riesen. Beim Anbieter O2 gibt es das Smartphone unter dem Namen Xda orbit 2 mit leicht modifiziertem Gehäuse.
HTC Touch Cruise
Das neue HTC Touch Cruise läuft mit dem Windows Mobile 6 Professional Betriebssystem. Bei einer Größe von 110 mm x 58 mm x 15,5 mm wiegt das HTC Touch Cruise nur 130 Gramm. Des Weiteren verfügt das HTC Touch Cruise über integriertes GPS, Bluetooth und WI-FI. Der Akku garantiert eine Gesprächszeit bis zu 7 Stunden. Im Standby-Modus hält er bis zu 450 Stunden.


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