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07.05.2008
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Schnell, schneller, NWLAN: Was der flinke Funk bringt

802.11n: Neuer WLAN-Standard auf der Überholspur

Markus Henkel

Erste Testergebnisse sprechen für sich

Die erbrachten Zahlenwerte sorgten schließlich im privatem Anwenderbereich für Gewissheit und einen höheren Puls. Mit der richtigen N-Hardware sind unglaublich hohe Werte garantiert. Bei einer beispielsweise vorhandenen 1,6-Mbit-Leitung schafft der N-Standard gegenüber einer herkömmlichen 54Mbit-Karte glatt das Doppelte des Datendurchsatzes.

Der Grund ist leicht zu erklären: Ältere, bei den a/b/g-WLANs durchgeführten Durchsatzmessungen beruhen in der Regel auf dem Funk-Interface, also der Funkverbindung selbst. Hier führt jeder Overhead, sprich die Transportierung von Daten, die zusätzlich etwa zur eigentlichen Information benötigt werden, zu einer Reduktion des Durchsatzes. Anders bei dem 802.11n-Standard: Dieser definiert den Durchsatz als Funktion des MAC SAP (Media Access Control Service Access Point) Interface. In diesem Fall wird der echte Durchsatz gemessen und gewinnt damit an neuer Bedeutung.

N-Router von Belkin

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Schickes Design und furchtbar schnell: der N-Router von Belkin
(Klick vergrößert.)

Aber für wen ist der 802.11n-Standard geeignet?

Natürlich muss klar auf die Grenzen der jeweils individuelle Leitung hingewiesen werden. Bei einer 1-Mbit-Leitung ist der Einsatz von N-Produkten übertrieben. Nur wo hohe Datenmengen schnell versendet werden müssen, wo viel Personal vernetzt werden muss (Großbüros) und nur wenn die Infrastruktur es zulässt, ist zurzeit ein Wechsel ratsam. Für Großbüros ist zum einen der Kostenfaktor der Kabelverlegung überlegenswert.

Dem gegenüber steht die neue und nötige Technik - samt Infrastruktur. Einfach einen Router anstecken und Netzwerkkarten einbauen ist nicht genug. In der Regel reicht ein Fast-Ethernet-Netzwerk nicht mehr aus. Büros, die diese Technik schon nutzen oder testen, laufen meist über eine Gigabit-Leitung.

"Daher sollte bei einer Umrüstung des bestehenden Funknetzwerks darauf geachtet werden, dass die vorhandenen Gigabit Switches für die Stromversorgung der N-Router auch über Power over Ethernet-Funktionalität verfügen, was bei einigen älteren Modellen nicht der Fall ist. Sonst muss die Energieversorgung der Router anderweitig sichergestellt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Der entscheidende Vorteil ist aber bereits jetzt die sehr gute Funkabdeckung durch die neuen Geräte", sagt Süß über die technischen Voraussetzungen beim N-Standard. Wenn die Voraussetzungen also nicht gegeben sind, muss sich der Nutzer überlegen, ob er extra Stromkabel verlegen oder seine Switches austauschen will.

Im privatem Bereich kann man bei einer starken Bandbreite die Überlegung schweifen lassen, sich für einen Wechsel zu entscheiden. Immerhin könnte man mit seinem Notebook ein multimediales Abenteuer erleben, IPTV könnte wieder mehr Fuß fassen. Im privaten Bereich ist das Multimediale eben immer noch das wichtigste Element - gerade im Zusammenhang mit dem Internet und Intranet. Musik per Livestream hören, Filme streamen, alles kabellos: Das beschreibt den angenehmen N-Standard im privatem Bereich.


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