Kostengünstige Konkurrenz für Microsofts Surface
Cubit: Ein Multitouch-Tisch im Selbstbau
Das Apple iPhone hat nicht nur die Handywelt auf den Kopf gestellt, auch seine intuitive Bedienung findet immer mehr Nachahmer. In Anlehnung an den bereits im letzten Jahr vorgestellten interaktiven Ikeatisch von Microsoft namens Surface haben nun einige Ingenieure von Eyebeam, einem Kunst-und Technologie-Zentrum mit Sitz in New York, das Projekt mit Hinblick auf die Kosten neu aufgegriffen.

Das Resultat: Cubit, ein interaktiver Tisch im Eigenbau, auf Open-Source-Basis. Die faszinierende Elektronik lässt sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln verwirklichen. So steht nicht nur die Software auf der Entwicklerseite zum Download bereit, sondern auch die benötigte Hardware wird dort offen gelegt.
Denn viele Interessierte nickten bei Bekanntgabe der Preisvorstellungen von Microsoft dankend ab. Zwischen 5.000 und 10.000 Euro soll Surface bei Marktreife einmal kosten. Hier kommt Cubit ins Spiel. Die Software ist völlig kostenlos und die Hardware summiert sich laut Entwicklerin Addie Wagenknecht auf maximal 800 Euro.
Im Grunde wird nur eine Webcam mit Infrarot-Filter und ein kleiner Bildprojektor benötigt. Laut Wagenknecht ist allerdings ein Bildschirm mit einer speziellen Beschichtung von Vorteil, um die Objekte für die Kamera leichter erfassbar zu machen. Des Weiteren sind Infrarot-LED-Streifen auf der Rückseite des Bildschirms ratsam, wie sie auch Microsoft verwendet.
Cubit wird in dieser Woche in San Mateo in Kalifornien auf einer Messe präsentiert. Der Einsatzzweck eines solchen Displays sehen die Verantwortlichen vor allem für Fotogalerien und Landkarten. Bis kommerzielle Systeme für den Heimanwender bezahlbar und auch nutzbar sind, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen. Eines ist den Machern von Cubit aber bereits jetzt schon gelungen: Sie haben die Faszination von Microsofts Surface zwar nicht gebrochen, aber ein gutes Stück entmystifiziert.

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