Breitangelegtes Projekt gegen Rechtsextremismus am 5. Mai gestartet
Online-Projekt: Netz gegen Nazis
Die ZEIT hat gemeinsam mit Partnern aus Gesellschaft und Medien am 5. Mai die breitangelegte Aktion gegen Rechtsextremismus, "Netz gegen Nazis", gestartet. Im Berliner Palais am Festungsgraben stellte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gemeinsam mit den Partnern das Projekt vor.
Inhaltsverzeichnis
- 1Bekannte Namen gegen rechtes Gedankengut
- 2Inhalte können sich sehen lassen
- 3 Sportler bekennen sich, Medien starten Aktionen
Bekannte Namen gegen rechtes Gedankengut
Mitinitiatoren von "Netz gegen Nazis" sind der Deutsche Olympische Sportbund, der Deutsche Fußball-Bund, die DFL Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Feuerwehrverband. TV-Partner ist das ZDF, Online-Partner die VZ-Gruppe (schuelerVZ, studiVZ, meinVZ). Giovanni di Lorenzo: "In Deutschland gibt es zum Glück schon viele gute Initiativen gegen Rechtsextremismus. Unsere Idee geht ein übergreifendes Projekt an: Wir wollen ein bundesweites Forum schaffen, auf dem Betroffene einander Rat geben können, was zu tun ist, wenn rechtsextremistisches Gedankengut in ihren Alltag eindringt."

Das Portal "Netz gegen Nazis" hat einiges an Inhalten zu bieten.
Inhalte können sich sehen lassen
Herzstück des Projekts ist ein großes, interaktives Webportal, in dem alle wichtigen Fragen zum Thema Rechtsextremismus diskutiert und beantwortet werden sollen. Die Seite vermittelt in einem enzyklopädisch angelegten Wissen-Teil umfangreiche Kenntnisse, ergänzt durch aktuelle Berichte und Reportagen zum Thema.
Im Handeln-Teil finden Menschen, die in ihrem persönlichen Umfeld mit Rechtsextremismus in Berührung kommen oder schon gekommen sind, Antworten auf die wichtigsten Fragen. In zahlreichen Foren können sich Betroffene, Interessierte und Aktive über ihre Erfahrungen austauschen. Das Portal enthält zudem eine Online-Bibliothek der relevanten deutschsprachigen Werke zu Rechtsextremismus und Nationalsozialismus. Außerdem weist das Portal den Weg zu wichtigen Initiativen, Beratungs- und Selbsthilfeorganisationen.
Wem dies noch nicht an Information reicht, kann sich einem am 8. Mai herauskommenden Dossier widmen. Die Zeit bringt dieses zusammen mit einem beigelegten Poster zu der Aktion heraus und rundet diese damit ab.
Sportler bekennen sich, Medien starten Aktionen
Der Deutsche Olympische Sportbund wird im Juli in einer großen Themenwoche die Einführung einer neuen Homepage zum Thema Rechtsextremismus begleiten. DOSB-Präsident Thomas Bach sowie DOSB-Generaldirektor Michael Vesper und weitere DOSB-Vertreter bekennen sich ebenso wie Sportler in Videoclips zu der Aktion. Auch Fußballprofis beteiligen sich an den Aktionen: unter anderem sind Philipp Lahm, Per Mertesacker und Christoph Metzelder per Videoclip auf der Seite zu sehen.
Die Deutsche Sportjugend (dsj) hat die Internetseite entwickelt, den Link dorthin finden Sie am Ende dieses Artikels in den Links zum Thema. Nutzerinnen und Nutzer können auf der Seite Videoclips zu Themen wie Anti-Rassismus und Diskriminierung ansehen und sich durch einen interaktiven Videoplayer selbst einbringen. Nutzer können sich auf der Plattform austauschen und Informationen erhalten, die Multiplikatoren in den Sportvereinen und -verbänden unterstützen, die mit dem Thema Rechtsextremismus konfrontiert werden.
Alle Partner wollen in den nächsten Wochen Aktionen starten. Das ZDF will beispielsweise seine ZDFmediathek mit speziellen Inhalten füllen. Der Online-Partner, die VZ-Gruppe, startet dazu Ende Mai eine große Aktionswoche mit dem Titel "Netz frei von Nazis". Zusammen wollen sie für mehr Aufklärung sorgen und hoffen, mit den Aktionen übers Internet viele Menschen zu erreichen.

Sagen Sie Ihre Meinung!