Riesige LED-Wand versorgt sich selbst mit Strom
Peking: Weltgrößtes LED-Display mit Solarzellen
In Peking, dem Veranstaltungsort der Olympischen Spiele 2008, ist das vermutlich größte LED-Display der Welt installiert. Die Front des Xicui-Komplexes, eines Unterhaltungszentrums, mit einer Fläche von über 1.800 Quadratmetern ist vollständig mit dem Display bedeckt. Ist es bei Tage eine eher unauffällig silbern-schimmernde Glasfläche, verwandelt sich das Riesen-Display bei Nacht in ein bunt leuchtendes Kunstwerk.

Wer jetzt mit Schrecken an den Stromverbrauch denkt, kann sich beruhigt zurücklehen und dem Farbenspiel zusehen: Die LED-Wand zieht die Energie aus Solarzellen, die tagsüber die Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln und damit in der Nacht die Wand beleuchten. Das Photovoltaik-System sorgt dafür, dass keine Stromzufuhr von außerhalb nötig ist.

Die Wand besteht aus einer Kombination dreier unterschiedlicher LED-Panele mit verschiedenem Glas - von milchig bis durchsichtig. Tagsüber wirkt die Fläche daher nicht homogen, sondern hat eine leichte Musterung ähnlich eines bewölkten Himmels.
Die "Zero Energie Media Wall", wie sie die zuständigen Architekten getauft haben, soll in Peking der erste Veranstaltungsort sein, der digitaler Kunst gewidmet ist. Jetzt im Mai öffnet das Xicui-Zentrum seine Pforten, um Video-Installationen und Live-Auftritte von Künstlern aus China, Europa und den USA zu präsentieren. Bisher waren lediglich ein Kino und ein Restaurant in den Räumen untergebracht.
