Urheberrecht für russische Botnetz-Software gefordert
Viren-Schreiber: "Befolgt Copyright, sonst petzen wir"
Moritz Zielenkewitz
Amüsant findet das Zulfikar Ramzan, seines Zeichens Senior Principal Security Researcher beim AV-Hersteller Symantec. Erstaunlich sei seiner Ansicht nach, dass diese kriminellen Programmierer mehr Mühe in das Aufsetzen der EULAs investieren als traditionelle Software-Firmen, sagte er dem San Francisco Chronicle.
Wenn Diebe beklaut werden
Eine rechtliche Handhabe hätten die Viren-Schreiber nicht und würden bei einem vermeintlichen Bruch des Copyrights vermutlich auch nicht hart spielen, dessen ist sich Ramzan sicher. Bislang hätten er und seine Firma auf jeden Fall noch keine kompromittierenden Informationen zu Botnetzen erhalten.
Den Drohungen zum Trotz sei die Malware-Suite bereits kurz nach Veröffentlichung in diversen Foren aufgetaucht und zum kostenlosen Download angeboten worden. Wie bei jeder anderen Software auch. Es scheint, als würden die Anbieter urheberrechtlich geschützter Werke keine moralische Trennung vornehmen - und natürlich keine EULAs lesen.
Es folgt der ins Englische übersetzte Originaltext aus dem Zeus-Lizenzvertrag:
The Client:
In cases of violations of the agreement and being detected, the client loses any technical support. Moreover, the binary code of your bot will be immediately sent to antivirus companies.
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