Kostenlos und legal Musikmassen aufzeichnen
MP3-Goldgrube: Freeware-Ripper für Internet-Radios
Moritz Zielenkewitz
Mit TheLastRipper hat sich eine interessante Software in die Liste der Radio-Ripper eingereiht: Ziel dieses Ripping-Programms sind nicht Shoutcast-Streams, sondern last.fm - die Funktionsweise ist indes ähnlich.
Wem es um die reine Musik-Masse geht, der kommt mit kostenlosen Programmen nicht mehr weiter: Shareware wie der Radiotracker ist in der Lage, Dutzende verschiedener Streams gleichzeitig aufzunehmen. In einem Special hat netzwelt getestet, wie sich der Radiotracker in der Praxis schlägt.
| Downloads: Ripping-Software | |
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Darf man überhaupt rippen?
Bei der rechtlichen Betrachtung von Ripping-Freeware kommt der Quelle besondere Bedeutung zu: "Grundsätzlich hat der Nutzer auch nach der Urheberrechtsnovelle ein Recht auf die Privatkopie, sofern keine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder zugänglich gemachte Quelle verwendet wird", schildert Rechtsanwalt Alexander Wachs.
Um also in diesem Sachverhalt auf der sicheren Seite zu sein, müssten Nutzer kontrollieren, ob die Internet-Radios ihrer Wahl legal operieren und brav Lizenzgebühren zahlen. Oft ist das allerdings nur schwer möglich, grundsätzlich haben die per Shoutcast angebotenen Streams aber einen guten Ruf.
Eine Grauzone bleibt laut Wachs dennoch: "Der Nutzer darf, um an seine Privatkopie zu gelangen, keinen wirksamen Kopierschutz umgehen. Hier stellt sich die Frage, ob im Streaming bereits eine Art Kopierschutz angesehen werden kann." Auch hier wäre eine Einzelfallprüfung notwendig, um sich von rechtlichen Bedenken freisprechen zu können.
Podcast: Klicken Sie auf den Startknopf, um das komplette Podcast-Interview mit Rechtsanwalt Alexander Wachs zum Thema Radio-Ripping zu hören:
Fakt ist, dass bislang noch keinerlei Verfahren gegen Nutzer von Freeware-Rippern publik geworden sind. Bei der Verwendung von Tools wie dem Streamripper sollte möglichst der gesunde Menschenverstand greifen, indem nur gezielt MP3s mitgeschnitten werden. Zudem liegt die Kompressionsrate der Streams oft bei 96 bis 128 Kilobit pro Sekunde - für uneingeschränkten Hörgenuss nicht zu empfehlen.
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