Musikalischer Flachmann mit ordentlicher Ausstattung
Walkman-Handy im Test: Sony Ericsson W890i
Yasmin Kötter
Ein kleiner Wermutstropfen: Nach dem Übertragen braucht das Handy einige Sekunden, um wieder ansprechbar zu sein und dann erneut etwa eine halbe Minute, um die Musik-Listen zu aktualisieren. Also nicht wundern, wenn die neu hinzugefügten Lieder nicht sofort zu finden sind. Kurz abwarten, dann ist das neue Akustik-Futter abspielbereit.
Der Player des W890i ist recht zurückhaltend designed, ohne viele Animationen, lediglich mit den Covern der Musik-Alben geschmückt. Mehr machen da eindeutig die Menüs an sich her. Schön anzusehen sind die verschiedenen anwählbaren Designs und die kleinen Animationen, die überall in den Untermenüs auf den Benutzer warten. Das W890i ist ein absolut durchgestyltes Handy, das Aussehen und Funktion gut verbindet. Trotz Spielereien sind die Menüs übersichtlich und die gewünschte Anwendungen leicht gefunden.
Scharfes Aussehen, aber keine scharfen Fotos
Neben dem MP3-Player und einem Radio bietet das W890i eine 3,2-Megapixel-Kamera. Die schlechte Nachricht vorweg: Einen Autofokus bietet die Kamera nicht, genausowenig einen Blitz. In der Praxis gibt es zum Ausgleich ein Plus für die kurze Reaktionszeit. Die Kamera ist schnell einsatzbereit und schießt genauso flink Fotos. Diese sind keine Glanzlichter, die Schärfe wirkt künstlich und wirklich detailreich sind die Schnappschüsse nicht.

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Flach wie ein Flunder, aber viel Ausstattung unter der Haube.
Videos nimmt das W890i mit 320 mal 240 Pixeln Auflösung und 15 Bildern pro Sekunde auf. Eine nette Spielerei für eigene Klingeltöne, Fotos und Videos sind die Anwendungen MusicDJ, PhotoDJ und VideoDJ. Die kleinen Programme helfen dabei, eigene Klingeltöne zu erstellen und Fotos und Videos mit Texten, Rahmen oder Musik zu versehen. Für mehr Zeitvertreib sind drei Spiele an Bord, darunter eine mobile Version von "Die Sims 2".
Als Business-Begleiter taugt das Walkman-Handy wenig. Zwar bietet es die Grundfunktionen Kalender, Notizen, Aufgaben und sendet E-Mails (kein Push-E-Mail), Office-Anwendungen wie Word oder einen Dokumente-Viewer suchen geschäftige Nutzer allerdings vergeblich. Positiv im Praxistest ist der Browser zu bewerten, mit dem sich dank Datenturbo HSDPA schnell arbeiten lässt. Der Kalender hält ausreichend Platz für Kontakte bereit und bietet genügend Einträge pro Kontakt.
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