Zweigeteilt: LG KF600 im Test
Außeneinsatz: Spieglein, Spieglein in der Hand
Die edle Spiegeloptik mag in Innenräumen Entzücken hervorrufen. Draußen schlägt die Begeisterung schnell in Verzweiflung um. Dieses Leid teilt sich das KF600 mit Modellen wie dem LG Shine. Das Display ist im Sonnenlicht sehr schlecht lesbar, selbst bei maximal eingestellter Helligkeit. Drei der vohandenen Themen, zu denen fünf animierte Keith-Haring-Motive gehören, mildern die Unzufriedenheit dank hellen Hintergründen. Leider bleibt das Interactive Pad stets beim schwarzen Hintergrund und ist daher schlechter abzulesen als der Rest.
Zumindest um den MP3-Player und die Kamera des KF600 zu starten, bedarf es jedoch gar nicht des Displays. Für beide Features hält das LG KF600 eine Schnellwahl-Taste bereit. Nur hat LG die bedauerlicherweise genau gegenüberliegend an den Gehäuseseiten platziert, sodass man gerne beim Drücken der einen versehentlich durch das Gegenhalten die andere Taste drückt und statt der Kamera den MP3-Player startet.
Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, sind aber nicht fühlbar voneinander getrennt.
Multimedia: Im Schneckentempo Fotos schießen
Immerhin an der Ausstattung und den Funktionen der verbauten Drei-Megapixel-Kamera gibt es wenig auszusetzen: Neben verschiedenen Szenenmodi stehen Serienbildaufnahme, Einstellungsmöglichkeiten wie Weißabgleich und ein Videomodus zur Auswahl. Mit dem dreht das LG-Handy kleine Videosequenzen mit einer Auflösung von 320 mal 240 Pixeln.
In der Praxis zeigt sich, dass besonders ein Adjektiv kennzeichnend für die Kamera des KF600 ist: langsam. Sie startet langsam, braucht lange zum Fokussieren und lange zum Auslösen. Die Auslöseverzögerung ist mit drei Sekunden deutlich zu lang und die Kamera damit absolut nicht Schnappschuss-tauglich. Dadurch, dass der Handy-Besitzer so lange still halten muss, bis das Bild ausgelöst ist, verwackeln die Bilder zudem schnell.
Unter heller Lichteinstrahlung ist das Display wie erwähnt schlicht unlesbar. Da macht Fotografieren mit der Kamera keine Freude, denn der Fotograf muss auf gut Glück auslösen - was er vor der Linse hat, kann er leider auf der Spiegelfläche nicht erkennen. Bei der sonstigen Benutzung schafft das Abschirmen mit der Hand etwas Abhilfe. Ist das Foto gemacht und nicht von vorne herein verwackelt, überzeugt die Qualität der Aufnahmen. Die Farben sind satt und der Autofokus beweist, dass er gute Arbeit leistet.

Sagen Sie Ihre Meinung!