Marketing-Kampagne von LG fand kaum Beachtung
Gelüftet: Scarlet keine Fernseh-Serie sondern LCD-TV
Heute sollte sie starten, die brandneue TV-Serie "Scarlet". Mit einer eigenen Homepage, Trailer und Interviews der Beteiligten haben Sender die Serie nahezu weltweit angepriesen. Als Hauptdarstellerin wurde die hübsche brünette Nastassia Malthe vorgestellt, die beispielsweise in der Videospielverfilmung "DOA: Dead or Alive" 2006 im Kino zu sehen war.

Soweit so gut, doch es gibt einen Haken. Alle Serienfreunde, die mit Spannung auf den Start von "Scarlet" am heutigen 30. April 2008 gewartet haben, müssen nun Abschied von der Vorstellung nehmen, eine neue Action-Serie über den Fernseher flimmern zu sehen. Bei Scarlet handelt es sich nicht um eine Fernseh-Serie, sondern eine Fernseher-Serie - um die neuen, flachen LCD-TVs von LG.
Der vielversprechende Trailer zu Scarlet ist nichts weiter als eine ausgeklügelte Werbeidee.
Zugegeben, eine gute Werbeidee des südkoeranischen Herstellers. Nur leider hat sie kaum jemand mitbekommen. Dabei hat LG einen großen Aufwand betrieben, zweifelsohne auch monitär. Sogar ein namhafter Regisseur, David Nutter, beteiligt an Serien wie Lost oder Alias, war mit an Bord. Von ihm und Malthe gibt es je ein Interview auf der Scarlet-Homepage, in dem beide betonen, wie die TV-Serie das Fernsehen verändern werde. Gute Idee samt guter Wortspiele.

Prominent positioniert: Werbung auf prosieben.de
Selbst deutsche Sender haben sich an der Werbekampagne beteiligt. Bei Pro Sieben etwa findet sich Scarlet samt Interviews, Foto-Gallery und Hintergrundinformationen in der Sparte "Spielfilm und Serie": "Und wieder ist es dem Hollywood- Regisseur David Nutter gelungen ein Meisterwerk der Spannung und des Nervenkitzels zu produzieren. Mit seiner neuen TV Serie "Scarlet" bietet er Unterhaltung erster Klasse für jeden!", heißt es dort.

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