Antwort auf Intels vPro
AMD: Neue Technik für Business-Rechner
Zuverlässig, leicht zu warten, flexibel und sparsam. Das ist genau das, was sich IT-Manager wünschen, wenn sie neue PCs anschaffen. Auf diese Zielgruppe hat es HP mit zwei neuen Business-Rechnern abgesehen. Die Rechner basieren auf der neuen Business-Class-Plattform von AMD.
Der HP Compaq dc5850 arbeitet mit einer ATI-Grafikkarte mit Radeon-3100-Chip, der DirectX 10 und Dual-Monitor-Betrieb unterstützt. Daneben bietet der Rechner standardmäßig Raid-Technik mit Data-Mirroring-Features. Wichtig für Arbeitsplatz-PCs, bei denen Datensicherheit oberstes Gebot ist. Der Computer ist mit AMDs Prozessor Phenom X3 bestückt. Die Stromspartechnik Cool'n'Quiet 2.0 regelt die Taktrate jedes der drei Prozessorkerne individuell. So werden die Chips nicht so heiß und der Kühler kann langsamer und leiser drehen.
Der Phenom-Prozessor ist ein zentrales Element von AMDs neuer Business Class Plattform. Durch den zusätzlichen Prozessorkern bietet er mehr Rechenpower als etwa der Athlon X2 Dual-Core und soll sich in Multitasking-Anwendungen bewähren. Gleichzeitig benötigt der Chip in Kombination mit dem 780V-Chipsatz laut AMD weniger Energie und daher keinen großen Kühlkörper. So passt er auch in Gehäuse mit kleinem Formfaktor.
Der HP Compaq dc5850 arbeitet mit einer ATI-Grafikkarte mit Radeon-3100-Chip, der DirectX 10 und Dual-Monitor-Betrieb unterstützt.
Neben dem Phenom gibt es auch beim Athlon zwei Business-Class-Varianten, den X4 Quadcore sowie den X2 Dualcore. Bei der Grafik wählen OEMs zwischen AMDs 780V-Chipsatz oder der ATI-Grafikkarte der Radeon HD 3000-Serie. Die Plattform ist aber auch für andere Grafikchips offen, etwa von Nvidia.
Intels vPro-Technik fürs Management im Netzwerk
Business Class ist AMDs Antwort auf die vPro-Plattform des übermächtigen Konkurrenten Intel. Die vPro-Technik bewirbt Intel vor allem mit den Management-Funktionen im Netzwerk. So kann der Admin die PCs oder Notebooks sogar drahtlos verwalten. AMD setzt dagegen besonders auf das Thema Energieeffizienz. Der HP-Rechner bietet allerdings mit dem Client Manager ebenfalls eine Software, die das PC-Management im Unternehmen erleichtert. So findet der Admin eine Backup- und Recovery-Software und eine Sicherheits-Suite, mit der man beispielsweise die Festplatte verschlüsseln kann.
Die Modelle firmieren unter dem Label Compaq. HP hatte den PC-Hersteller 2003 übernommen. Der HP Compaq dc5850 Business Desktop PC soll weltweit am 5. Mai auf den Markt kommen. Preis ab 599 US-Dollar. Der etwas günstigere dx2450 ist vorerst nur in den USA erhältlich und ist ab 369 Dollar zu haben. Neben HP hat AMD einen weiteren Mitreisenden für die Business Class gefunden. Auch Dell will den Optiplex 740 mit der Technik ausrüsten.
