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30.04.2008
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Kostenlose Profi-Funktionen machen Microsoft Konkurrenz

Duell der Schreibtischtäter: OpenOffice gegen Microsoft

Mehmet Toprak

Als Gesamteindruck bleibt, dass OpenOffice nicht an die elegante Optik von Microsofts Office 2007 herankommt. Und bei der Darstellung der Dokumentansichten oder in den Autokorrektur-Funktionen ist Microsoft deutlich komfortabler. Und nicht unbedingt teuer. Die Variante Home and Student ist schon für circa 130 Euro zu haben und darf auf drei Rechnern installiert werden. State of the Art für die moderne Kleinfamilie.

Trotz der Vorteile für Microsofts Office in Design und einigen Features, ist OpenOffice.org ein großartiges Stück Software mit allen Funktionen für ambitionierte Nutzer. Wer ein Buch oder eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, erhält alle denkbaren Features: Bilder, Grafiken und Tabellen einbauen, Fußnoten setzen, Kopf- und Fußzeilen formulieren, Inhaltsverzeichnisse, Gliederungen oder Indexe generieren lassen. Ein leistungsfähiges Büroprogramm für Leute, die sich ganz auf ihre Arbeit konzentrieren wollen und auf elegante Optik und den letzten Schliff verzichten können.

OpenOffice.org für Firmen

Das Büroprogramm aus dem Open-Source-Lager ist längst mehr als nur eine kostenlose Microsoft-Alternative für Studenten. Auch Firmen und Organisationen zeigen Interesse. Das verwendete Datenformat Open Document Format (ODF) wird von der internationalen Standardorganisation anerkannt. Kommerzieller Support auf Vertragsbasis ist möglich. Dazu muss die Firma die StarOffice Suite von Sun Microsystems kaufen und entsprechende Serviceverträge abschließen. StarOffice arbeitet mit der gleichen Code-Basis wie OpenOffice.

OpenOffice gegen Microsoft Office

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Wenn Microsoft anfangs die Open-Source-Software nicht richtig ernst genommen haben sollte, dürfte sich das inzwischen gründlich geändert haben. Immer mehr Behörden, Ministerien und Stadtverwaltungen steigen derzeit auf Linux und Open-Source-Programme um. Darunter etwa die Stadt München, die gerade die gesamte IT-Umgebung auf Open Source umstellt. Und dabei müssen die Microsoft-Programme zwangsläufig draußen bleiben. Als Textverarbeitung kommt dann ein Programm auf die Bildschirme, das Word 2002 täuschend ähnlich sieht und für das die Mitarbeiter keine langwierige Einarbeitung benötigen - das Modul Writer aus der OpenOffice-Suite.

Wie groß die OpenOffice.org-Community inzwischen geworden ist, lässt sich auch an der Zahl der Dictionarys ablesen. Zurzeit sind 84 Sprachen verfügbar, von Afrikaans über Galizisch und Hebräisch bis Zulu. Die deutsche Version ist vom 28. Januar 2008, und damit sehr aktuell. Daneben gibt es für die deutsche Version auch einen Thesaurus. Die Marktbedeutung erkennt man auch daran, dass der Duden-Verlag inzwischen eine Rechtschreibprüfung, Duden Korrektor und ein Bewerbungsset für OpenOffice.org anbietet, übrigens auch für die Linux-Versionen openSuse 10.2, Ubuntu und auch für MacOS X.


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