Kostenlose Profi-Funktionen machen Microsoft Konkurrenz
Duell der Schreibtischtäter: OpenOffice gegen Microsoft
Mehmet Toprak
Manche Dinge sind einfach zu schön, um wahr zu sein. Sie sind nützlich, sie kosten nichts und es ist kein Haken dabei. In diese seltene Kategorie gehört auch die Büro-Suite OpenOffice.org. Seit wenigen Wochen ist die neueste Version 2.4 erhältlich. Seit einigen Tagen auch OxygenOffice. Diese Variante basiert noch auf Version 2.3, hat aber einige tausend Cliparts, Symbole und Fotos im Gepäck. Netzwelt hat sich beide Produkte angesehen und vergleicht sie mit dem Marktführer Microsoft Office 2007.
Revolutionäre Neuerungen wie eine neue Bedienoberfläche in Office 2007 waren bei OpenOffice nicht zu erwarten. Und auch nicht nötig. Stattdessen haben die Entwickler einige neue Funktionen eingebaut und sich ansonsten auf Feinschliff und Verbesserungen im Detail konzentriert. Modellpflege also. Für den Anwender ist das ein großer Vorteil. Er arbeitet mit der gewohnten Bedienoberfläche weiter und muss sich nicht umstellen. Das Programm ist für Windows, Linux und Solaris verfügbar, eine Version für MacOS X gibt es auch, aber hier werden nur wenige Sprachen unterstützt, darunter Deutsch, Englisch und Portugiesisch.
Die Büro-Suite besteht aus diesen Modulen:
- Textverarbeitung Writer
- Tabellenkalkulation Calc (450 Berechnungsfunktionen)
- Präsentationsprogramm Impress
- Zeichenprogramm Draw (2D- und 3D-Zeichnungen, vektorbasiert)
- Datenbank Base (bindet auch MySQL oder SQLite-Datenbanken ein)
- Formeleditor Math
- Chart-Modul
Wichtige neue Funktionen in OpenOffice 2.4
Textverarbeitung Writer:- verbesserter Drucker-Dialog
- Blockmarkierung von Sätzen
- schnellere Umschaltung zwischen Sprachen
- Suchen & Ersetzen nutzt jetzt auch "back references"
- Textboxen, die warnen, wenn Zeichenzahl-Limit erreicht ist
Allgemein:
- Passwortmanagement mit Masterpasswort
- Calc unterstützt Dateiformat von MS Access 2007
- 3D-Überblendeffekte bei den Folien von Impress
- neue Funktionen bei den Charts
- bessere PDF-Export-Funktionen
- bessere Kompatibilität zu Office 2007
Start in acht Sekunden
OpenOffice 2.4 belegt nach der Installation 336 Megabyte auf der Festplatte. Dementsprechend ist auch die Version 2.4 beim Programmstart nicht schneller als Microsofts Office. Auf dem Testrechner mit Windows Vista, der mit Intel Pentium 4 /3,2 Gigahertz und drei Gigabyte DRAM bestückt ist, benötigt die Textverarbeitung Writer gute acht Sekunden für den ersten Start, Word 2007 ist mit knapp acht Sekunden vielleicht sogar einen Tick schneller. Auf einem älteren Büro-PC mit Windows XP (Intel Pentium 4/2 Gigahertz, 512 Megabyte RAM) ließen sich beide Kandidaten 15 Sekunden Zeit, bis sie startklar waren.

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OpenOffice 2.4 belegt nach erfolgreicher Installation 336 Megbyte auf der Festplatte.
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