Motivationsschub für IT-Profis

Internet & Netzwelt: Der Montagmorgen aus Sicht der netzwelt

Der Montagmorgen aus Sicht der netzwelt Montagmorgen. Wem jetzt noch der faule Sonntagnachmittag auf dem Sofa in den Gliedern hängt, dem wird folgende Nachricht sicher einen Motivationsschub geben. Denn nichts motiviert besser als die Aussicht, durch Arbeit richtig viel Geld zu verdienen. So wie die IT-Chefs in den USA. Netzwelt hat sich die Gehälter der Top-Verdiener einmal genau angesehen. Exzellente Vorarbeit haben die New York Times und Equilar geleistet.

Equilar ist ein Marktforschungsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, die Gehälter und Honorare der Top-Manager in Firmen zu messen (benchmarken). An der Spitze der Großverdiener-Liste steht Oracle-Chef Larry Ellison, der 2007 circa 61 Millionen US-Dollar verdient hat, 100 Prozent mehr als im Vorjahr. Er braucht das Geld dringend, schließlich hat der Mann enorme Ausgaben für seine Renn-Yachten und so eine Boots-Crew kostet ja auch was.

Gut im Rennen ist auch IBM-Chef Samuel Palmisano, der fast 21 Millionen Dollar für seine Bemühungen einsteckte. Hochverdient, denn das Unternehmen schickt sich gerade an, das Weltklima zu retten und reitet mit Genuss auf der Green-IT-Welle. Schon die Homepage zeigt dem Besucher, dass er seinen Rechner nicht wegwerfen, sondern recyceln soll - dabei baut IBM gar keine PCs mehr, das macht jetzt Lenovo und deren Hardware taugt bestenfalls zum Recyceln, scheint IBM sagen zu wollen.

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Außerdem hat Michael Valocchi, Leiter der Abteilung "Energy and Utilities" gerade angekündigt, dass IBM bis 2010 die Rechenpower verdoppeln wolle, ohne dass dabei die Energieaufnahme steigt. Angeblich gibt IBM jährlich eine Milliarde Dollar aus, um Maßnahmen gegen die Klima-Katastrophe zu erforschen.

Steve Ballmer ganz unten

Ganz unten auf der Liste, bei den Verlierern, steht ein überraschend prominenter Name: Microsoft-CEO Steve Ballmer. Er konnte nur 1,3 Millionen nach Hause tragen. Geschieht ihm recht. Hat er doch gerade wieder die Windows-XP-Anwender an der Nase herumgeführt, die gegen den Verkaufs-Stopp des Betriebssystems Ende Juni protestiert hatten. Zuerst hatte er den Verständnisvollen gemimt und angedeutet, dass er sich das mit dem Verkaufs-Stopp nochmal überlegen könnte. Äußerungen, die auch auf der Microsoft-Homepage für jedermann nachzulesen sind. Netzwelt berichtete.

Doch einige Tage später, nachdem sich die gesamte IT-Presse auf die Äußerungen gestürzt hatte, soll alles ein Missverständnis gewesen sein. Jetzt will Microsoft wieder hart bleiben. Für diesen Marketing-Schachzug hat Ballmer keine Gehaltserhöhung verdient.

Trick mit dem Vista-Downgrade auf XP

Doch das letzte Wort in der Angelegenheit ist noch nicht gesprochen. Denn die PC-Hersteller HP und Dell wollen Microsoft ein Schnippchen schlagen, wie mehrere Newsdienste am Wochenende melden. Sie wollen die Downgrade-Option von Vista-Rechnern nutzen, um den Kunden auch nach dem Stichtag 30. Juni XP-Rechner verkaufen zu können.

Eine Option, die Microsoft selbst in den Lizenzbedingungen anbietet. Die Maschinen werden offiziell als Vista-Rechner geführt, doch infolge der Downgrade-Option mit Windows XP ausgeliefert, wenn der Kunde das wünscht. Das funktioniert allerdings nur bei den teuersten Vista-Varianten Business und Ultimate.

Der Druck auf Microsoft, sich eine kundenfreundliche Lösung zu überlegen, wird also steigen. Und die Chance für Ballmer, sich durch gute Arbeit wieder ein Spitzengehalt zu verdienen. Schließlich ist heute erst Montag.

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