Kaum bekannte Funktionen des NTFS-Dateisystems optimal einsetzen
Festplatten: Verschlusssache NTFS
Fast jeder Windows-User verwendet das von Microsoft entwickelte Dateisystem NTFS, weiß aber nichts von dessen Funktionen. Dabei gibt es viele nützliche Features wie Dateiverschlüsselung und Junction Points, aber auch potenzielle Sicherheitslücken wie Alternate Data Streams, die es zu kennen lohnt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Alternative Datenströme als Dateiversteck
- 2Platz sparen mit "sparsamen Dateien"
- 3Verknüpfungstypen unter NTFS
- 4Dateien klonen mit Hardlinks
- 5Verzeichnis-Verknüpfungen per Junction Point
- 6Symlinks mit Windows Vista
Das New Technology File System (NTFS) feiert 2008 sein 15-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1993 brachte Microsoft sein Betriebssystem Windows NT 3.1 auf den Markt und setzte statt wie bisher FAT (File Allocation Table) erstmals NTFS ein. Seitdem wurde dieses Filesystem stetig weiterentwickelt und ist bis heute in fünf Versionen erschienen.
Schon Anwender von Windows NT 3.1 kamen in den Genuss einiger Vorteile gegenüber dem ergrauten FAT-Dateisystem. Beispielsweise wurde die anachronistische "8+3"-Regel für die maximalen Filenamen- und Extensionslängen aufgehoben. Während FAT-Datenträger nur lateinische Buchstaben für Dateinamen zulassen, erlaubt NTFS bis zu 256 Zeichen und verwendet dazu den Unicode-Zeichensatz. Das unterstützt zwar auch der 1997 mit Windows 95b erschienene FAT-Nachfolger FAT32, kann aber ebenso wie FAT nicht mit NTFS konkurrieren. Letzteres versorgt Anwender mit zahlreichen Sicherheitsfeatures wie Dateiverschlüsselung und dem Journaling.
Dabei führt NTFS anstehende Dateiänderungen nicht unmittelbar aus, sondern legt sie zunächst im so genannten Journal ab, einem dafür reservierten Speicherbereich auf der Festplatte. Damit lässt sich das Dateisystem nach Abstürzen oder Stromausfällen schnell wiederherstellen. NTFS erlaubt es zudem, Dateien und Ordner mit Zugriffsberechtigungen zu versehen und zu verschlüsseln.
Hersteller Microsoft macht aus den NTFS-Funktionen zwar kein Geheimnis, dokumentiert sie andererseits aber auch nicht umfassend. Daher wissen selbst versierte Windows-User nur in den seltensten Fällen, was sich dahinter verbirgt. Apropos undokumentiert: Gerade die ausgeklügelte, aber wenig bekannte Organisationsstruktur des NTFS-Filesystems bringt nicht nur Vorteile. Besonders gefährlich wird es dann, wenn sich Malware auf dem Rechner einnistet und versucht, das NTFS-Filesystem zu manipulieren. Dabei nutzen die Schädlinge in den meisten Fällen die so genannten Alternate Data Streams aus.
Alternative Datenströme als Dateiversteck
Alternative Datenströme sind an sich ein praktisches NTFS-Hilfsmittel. Windows speichert mit dieser Funktion bestimmte Zusatzinformationen direkt in den entsprechenden Dateien ab. Das umfasst unter anderem File-Eigenschaften wie Bewertungen und Kommentare oder Zugriffsberechtigungen sowie Copyright-Informationen.

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Äh, ja. letzter Absatz: "Paranoide Naturen, die einer Microsoft-Verschlüsselungssoftware misstrauen, können zu ebenso leistungsfähiger Freeware wie dem Open-Source-Tool TrueCrypt greifen. Letzteres...
Zitat: Kaum bekannte Funktionen des NTFS-Dateisystems optimal einsetzen Fast jeder Windows-User verwendet das von Microsoft entwickelte Dateisystem NTFS, weiß aber...