Ab heute als Download verfügbar, CSI ist mit dabei
Adobe Media Player: Internetfernsehen im Kurztest
Moritz Zielenkewitz
Content und Werbung
Das ernüchternde Fazit nach einigen Minuten des Klickens: Hochklassige Inhalte sind Mangelware. Als Höhepunkte warten einige Episoden von CSI:NY, CSI Miami und Jericho. Auch MTV-Eigenproduktionen sind mit an Bord. Von einigen Klassikern der Marke Star Trek oder MacGyver abgesehen hat Adobe aber viel Füllwerk um sich geschart.
Die Qualität der Sendungen ist im Fenstermodus akzeptabel, für Vollbild allerdings nicht ausreichend. Immerhin kann der Adobe Media Player Ihre eigenen Inhalte bis 1080p anzeigen. Negativ: Der Download einzelner Episoden schlug im netzwelt-Test fehl. Bei vielen Folgen erscheint zudem eine Fehlermeldung Playback failed, der Bildschirm blieb hier schwarz.

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Katalog: Inhalte des AMP nach Kategorie und Beliebtheit sortiert.
(Klick vergrößert.)
Zu Beginn jeder Sendung und auch als Unterbrecher zeigt der AMP Werbung an. Die scheint allerdings zentral gesteuert zu sein und bietet die Werbeclips weder passend zum Content noch in der Landessprache des Zuschauers an. Erschreckend: Im laufenden Betrieb genehmigt sich der Adobe Media Player satte 300 Megabyte Arbeitsspeicher.
Hybridmodell und Zukunft
Dank AIR ist der Adobe Media Player aber nicht auf reines Web-Streaming beschränkt: Einmal heruntergeladene Inhalte können Sie sich auch offline zu Gemüte führen - Streaming fällt dann natürlich flach. Sobald Sie wieder online sind, beginnt der AMP selbstständig, noch ausstehende Episoden-Downloads weiter abzuarbeiten. Laut Ashley Still von Adobe soll der AMP nach und nach für weitere Geschäftsmodelle ausgebaut werden. Denkbar seien hier vor allem bezahlte Downloads und Filmverleih.
Adobe Media Player: Optik, Bedienung und Funktionen
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Fazit: Noch ein Fisch im IPTV-Teich
Egal in welche Ecke man den Adobe Media Player einsortieren möchte, er sieht sich harter Konkurrenz gegenüber: Bei den hochklassigen Serien hat das Online-Portal Hulu die Nase vorn, als IPTV-Client überzeugt Joost sowohl vom Inhalt als auch von der Bedienung mehr.
Klarer Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Projekten scheint Adobe auf eine IP-Sperre zu verzichten und die Inhalte weltweit uneingeschränkt anzubieten. Trotz der Konkurrenz hat sich Adobe für eine eigene Lösung entschieden und könnte sogar Erfolg haben - dazu müsste allerdings der Vorteil der eigenen AIR-Technologie weiter ausgebaut werden, auch verlockenderer Content wäre ein absolutes Muss.
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