Zehnpixler: Samsung L210 im Test

Technische Hilfsmittel

Neben einem digitalen Bildstabilisator, der die Bilder nur schönrechnet und sie nicht wirklich besser aufnimmt, verfügt die L210 noch über einen optischen Bildstabilisator. Er sorgt dafür, dass die optischen Bauelemente der Kamera eine Gegenbewegung zu den Verwacklungsbewegungen des Fotografen ausführen. In unseren Tests waren die Auswirkungen dieser Funktion aber minimal. Laut Hersteller können mit ihr bis zu vier Belichtungsstufen, in denen verwacklungsfreie Bilder ohne Blitz gelingen, gewonnen werden.

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Bei dem digitalen Bildstabilisator handelt es sich um die Fast-ASR-Technik von Samsung. Diese nimmt zwei Fotos mit identischen ISO- und Blendenwerten auf. Eine unterbelichtete für die Schärfeinformationen und eine verwackelte, korrekt belichtete Aufnahme für die Farbinformationen. Aus den Informationen dieser beiden Aufnahmen errechnet die Software das optimale Bild.

Eine weitere Neuerung ist die Auto Contrast Balance (ACB). Sie ermittelt automatisch die besten Einstellungen für die Kontrastwerte. Im netzwelt-Test funktioniert die Funktion, aber so optimale Verbesserungen wie Samsung sie in seiner Werbung zeigt, konnten wir nicht erreichen. Es bleibt dennoch ein praktisches Feature.

Die Samsung L210 verfügt über elf Szenenmodi, die optimale Einstellungen für verschiedene Situationen liefern sollen. Im Alltag wird man sie kaum benutzen, da sie erst kompliziert über das Menü angewählt werden müssen. Eine Direktanwahl der Szenenauswahl über das Auswahlrad oder einen eigenen Knopf würde die Verwendung der Voreinstellungen erleichtern.

Geräusche mit und ohne bewegten Bildern

Videos nimmt die L210 mit einer Auflösung von maximal 800 x 592 Pixeln bei bis zu 30 Bildern in der Sekunde auf. Allerdings leidet auch die L210 im Videomodus an einer schon länger bekannten samsungtypischen Krankheit. Beim Zoomen während der Aufnahme unterbricht sie die Tonaufzeichnung. Das mindert die Qualität der Videos beim späteren Betrachten. Da auch noch das Betätigen von Knöpfen an der Kamera im Video zu hören ist, lohnt sich der Aufnahmemodus nur für Filme, die nachträglich komplett neu vertont werden.

Reine Tonaufnahmen im WAV-Format sind bei der L210 nur durch die Kapazitäten von Akku und Speicherkarte beschränkt. Zu jedem einzelnen Bild lassen sich außerdem kurze Sprachnotizen mit einer Länge von bis zu zehn Sekunden aufnehmen.

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