Wenn "nächstes Jahr oder so" zum festen Termin wird
Bill Gates fehlinterpretiert: Kein Windows 7 in 2009
Abgehakt unter Wunschdenken: Microsoft wird Windows 7 nicht vor 2010 für den Endanwender verfügbar machen. Nach einem mehr als vagen Kommentar von Bill Gates wuchsen die Hoffnungen, dass vielleicht doch schon 2009 das Jahr des Vista-Nachfolgers sein könnte.
"Im nächsten Jahr oder so werden wir eine neue Version haben." Diesen Satz gab Bill Gates am Wochenende beim jährlichen Treffen der Inter-American Development Bank in Miami zum Besten. Von einer definitiven Terminankündigung ist dieses Zitat allerdings weit entfernt und würde auch nicht in das Schema von Microsoft passen.
"Oder so" ist zum einen keine feste Terminankündigung. Des Weiteren muss eine "neue Version" nicht zwangsläufig auch die finale Variante sein, welche daraufhin an Endanwender ausgeliefert wird. Das bestätigte eine Microsoft-Sprecherin: Gates' Kommentar bezog sich auf eine zu Testzwecken ausgelieferte Version. Vermutlich wird es also noch 2009 einen Release Candidate geben, nicht aber das fertige Windows 7.
Damit bleibt weiterhin die Information aktuell, dass Microsoft vom Zeitpunkt der Vista-Veröffentlichung an etwa drei Jahre bis zur Fertigstellung des Nachfolgers benötigen werde. Auch die von XP und Vista bekannten Produktionszyklen sprechen deutlich gegen 2009, zwölf bis 18 Monate vergingen hier von der ersten Beta bis zu finalen Version.
Um 2009 als Termin zu halten, müsste Microsoft also spätestens in diesem Sommer die Beta 1 öffentlich machen - derzeit ist aber noch nicht einmal der Alpha-Status erreicht. Die ersten Informationen zu Windows 7 beziehen sich gar auf die frühe Milestone 1, welche ausgesuchten Hard- und Software-Herstellern zur ersten Orientierung zugeschickt wird.

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