Microsoft bestätigt Gnadenfrist für den Vista-Vorgänger
Dank EeePC: Windows XP bleibt bis 2010
Jan Johannsen
Microsoft hat offiziell bestätigt, dass Windows XP noch nicht vom Markt genommen wird. Hersteller von im Firmenjargon Ultra-Low-Cost PCs genannten Rechnern, wie dem EeePC und dem Classmate PC, können bis 2010 oder bis zu einem Jahr nach der Veröffentlichung von Windows 7 noch XP auf ihren Rechnern vorinstallieren.
Ursprünglich wollte Microsoft bereits am 30. Januar die Auslieferung von Windows XP beenden. Diese Frist verlängerte der Konzern im Herbst 2007 bis 30. Juni 2008. Jetzt bestätigte Michael Dix, bei Microsoft zuständig für das Windows-Client-Produktmanagement, dass die Home-Edition von Windows XP mindestens bis zum 30. Juni 2010 verkauft werde. Andere XP-Versionen sind ab dem 30. Juni 2008 nicht mehr verfügbar.
Subnotebooks mit Linux halten XP am Leben
Zu diesem Schritt dürfte Microsoft der Erfolg der günstigen und kleinen Notebooks bewegt haben. Selbst für die Home Basic-Version des XP Nachfolgers Windows Vista sind die kleinen Laptops technisch nicht ausreichend ausgestattet. Alternativ werden die Billig-Laptops mit verschiedenen Linux-Versionen angeboten. Um gegenüber dem freien Betriebssystem keine Marktanteile und potentielle Benutzer zu verlieren, dürfte sich Microsoft entschlossen haben, die Home Edition von XP weiter anzubieten.
Gegenüber Microsoft sollen die Hersteller der Subnotebooks bekundet haben, dass für sie Windows das Betriebssystem der Wahl sei. Nur die Ansprüche der Software an die Hardware der Rechner dürfe nicht zu hoch sein. Microsoft scheint eingesehen zu haben, dass Windows Vista für die mobilen Rechner überdimensioniert ist. Windows 7 soll im Januar 2009 erscheinen - genug Zeit für Microsoft seinen vielen Windows-Varianten (Starter, Home, Business, Enterprise, Ultimate) noch eine für die Ultra-Low-Cost PCs hinzuzufügen.
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