Online-Musikmarkt: iTunes gegen Myspace

Snocap scheiterte mit ähnlicher Idee

Die Musikbranche erhofft sich von Myspace den Zugang zu einer jüngeren Generation von Musikliebhabern, die bisher um iTunes einen Bogen machen. Myspace besitzt eigenen Angaben zufolge insgesamt 110 Millionen registrierte Mitglieder. 30 Millionen davon nutzen die Seite schon jetzt zum Anhören von Musik. Fünf Millionen Bands besitzen zudem eigene Musikprofile auf Myspace.com.

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Myspace Music ist nicht der erste Versuch, über das soziale Netzwerk Musik zu verkaufen. Das vom Napster-Erfinder mitbegründete Start-Up Snocap versucht sich ebenfalls seit anderthalb Jahren als Musikverkäufer auf Myspace.com. Bands können dazu mit Einwilligung von Myspace ein Snocap-Widget auf ihrer Profil-Seite installieren, mit dem sie einzelne MP3s zum Kauf anbieten können.

Die Kooperation zwischen Myspace und Snocap wurde anfangs von den beiden Firmen ebenfalls als Alternative zu Apples iTunes-Store gefeiert. Musikfans ignorierten das Angebot jedoch offenbar nahezu komplett. So wusste der Musikdownload-Großhändler CDBaby zu berichten, dass Snocap in acht Monaten gerade einmal 12.000 Dollar mit CDBaby-Musik umsetzte.

Snocap feuerte Ende letzten Jahres den Großteil seiner Belegschaft und wurde im Februar von der Musik-Website Imeem aufgekauft. Snocaps Niedergang dürfte eine Warnung für Myspace sein: Der Verkauf von Downloads ist alles andere als ein Zuckerschlecken - es sei denn, die eigene Firma hat zufällig auch den populärsten MP3-Player der Welt im Angebot.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iTunes hier.

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