Neue Konkurrenz für den frisch gebackenen Marktführer
Online-Musikmarkt: iTunes gegen Myspace
Janko Röttgers
Itunes hat sich seit Jahresbeginn zum größten Musik-Händler der USA gemausert. Myspace will sich trotzdem daran versuchen, Apple mit kostenlosen Streams und MP3-Verkäufen Konkurrenz zu machen.
Apples iTunes-Store hat im Januar mehr Musik verkauft als der US-Einzelhandelsriese Walmart. Einem Bericht des Marktforschungsinstituts NPD Group zufolge hat sich Apple 19 Prozent des US-Musikmarkts gesichert, während Walmart nur noch 15 Prozent für sich verbuchen konnte. Laut einem Bericht des Onlinemagazins Ars Technica kamen digitale Downloads im Januar insgesamt auf 30 Prozent aller Musikverkäufe.
Apple hat nach eigenen Angaben in den fünf Jahren seit der Gründung des iTunes-Stores mehr als vier Milliarden Songs verkauft. Die Firma dominiert damit bereits seit langem den Online-Musikmarkt. Versuche, Apple mit kopierschutzfreien Titeln Kunden abzujagen, haben bisher offenbar nur zu bescheidenen Resultaten geführt. So kam Amazon im Januar mit seinem MP3-Download-Store und seinen CD-Verkäufen zusammengenommen nur auf sechs Prozent des US-Musikmarkts.
Myspace bläst zum Angriff
Trotzdem ist die Konkurrenz offenbar noch lange nicht bereit, das Handtuch zu werfen. So hat Myspace jetzt angekündigt, gemeinsam mit drei der vier großen Plattenfirmen ein eigenes Download-Angebot zu starten. Myspace Music will Nutzern des sozialen Netzwerks kostenlosen Zugriff auf Streams und kopierschutzfreie MP3s gegen Entgeld geben. Dazu plant die Website offenbar auch ein Abo-Angebot mit unbegrenzten Downloads.
Myspace wird für sein Download-Angebot eine eigene Firma gründen, zu deren Anteilseignern die drei Musikindustrie-Partner Universal, Sony BMG und Warner gehören werden. Verhandlungen mit EMI dauern offenbar noch an. Ein Start-Termin wurde denn auch bisher noch nicht bekannt gegeben.
Druckversion | Links zum Thema | Kommentare
-
MySpace: Soziales Netzwerk wird Musik-Shop
Joint-Venture mit Sony BMG, Universal Music und Warner Music -
Plattenfirmen planen Handy-Pauschale
90 US-Dollar für unbegrenzten Musikgenuss -
Ohne DRM: Amazons MP3-Store im Test
Musik-Dowloads von Amazon.com
Mehr über: iTunes, Myspace, Online-Musikmarkt, Audio
Links zum Thema
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
Online-Musikmarkt: iTunes gegen Myspace von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".
Klicken Sie hier für weitere Informationen
nach oben










