Joint-Venture mit Sony BMG, Universal Music und Warner Music
MySpace: Soziales Netzwerk wird Musik-Shop
Music Markt
MySpace, das soziale Online-Netzwerk, wird in den nächsten Tagen einen Musik-Shop ankündigen. Das berichten unterschiedliche Internetmedien unter Berufung auf gut informierte Quellen. Bisher seien unter den Anteilseignern des Joint-Venture drei große Plattenfirmen: Sony BMG, Universal Music und Warner Music.
Der Musik-Dienst nenne sich MySpace Music und trete in direkte Konkurrenz zu Apple iTunes. MySpace Music werde Musik-Streaming, MP3-Downloads, Konzert-Tickets, Klingeltöne und Merchandise-Artikel im Angebot haben, so der Nachrichtendienst Reuters. Wie die Internetdienste Techcrunch und Cnet berichten, starte MySpace Music vermutlich im Juli oder August 2008.
Eine Überraschung ist die Teilhabe von Universal Music. Das Label hatte MySpace bereits 2006 aufgrund von Kopierschutz-Verstößen verklagt. Mitglieder können Musik auf MySpace hochladen und in ihre Profile einbetten. Durch den illegalen Austausch von Musik seien Millionenschäden entstanden, so der Universal-CEO im Herbst 2006.

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Ab Juli mit Musik-Shop: MySpace.
(Klick vergrößert.)
Das Streamen von Musik, das Erstellen von Playlisten und Einbetten kleiner Player in die MySpace-Profile sollen durch das Joint-Venture legal werden. Das Streamen finanziere sich zukünftig durch Werbung, so Techcrunch. Die Einnahmen teilen die Partner entsprechend ihrer Anteile untereinander auf. Dafür stellen Universal, Sony BMG und Warner ihre Musik-Kataloge zum Streamen bereit - EMI stehe in Verhandlungen.
Dieses Konzept bewährt sich bereits bei Videos: Sony BMG stellt für MySpace seit Oktober 2007 Musik-Clips der Künstlerinnen Britney Spears und Beyonce zur Verfügung. Im Gegenzug erhält Sony BMG einen Teil der Werbeeinnahmen.
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