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Mobiler Powerapfel: Das neue MacBook Pro im Test
Apples Notebook der Oberklasse überzeugt

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Der neuen Generation des MacBook Pro hat Apple einige technische Verbesserungen gegönnt. Rechenleistung und Grafikspeicher wurden erhöht beziehungsweise vergrößert. Wie sich das MacBook Pro im netzwelt-Test geschlagen hat, lesen Sie hier.

Der neuen Generation des MacBook Pro hat Apple im Februar 2008 einige technische Verbesserungen verpasst. Rechenleistung und Grafikspeicher wurden erhöht beziehungsweise vergrößert. Wie sich das MacBook Pro im netzwelt-Test geschlagen hat, lesen Sie hier.

Ausgangswerte

Unser Testexemplar ist die technisch etwas besser ausgestattete 15-Zoll-Variante des MacBook Pro. In ihr stecken ein Intel Core 2 Duo Prozessor mit 2,5 Gigahertz, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit 250 Gigabyte Speicherkapazität. Für die Grafik ist ein NVIDIA GeForce 8600M GT Grafikprozessor mit 512 Megabyte SDRAM zuständig. Das 15 Zoll große TFT-Display hat eine Auflösung von 1.440 x 900 Pixeln. Das Laufwerk ist ein achtfach SuperDrive mit Double-Layer-Unterstützung. Eine iSight-Webcam ist wie bei Apple üblich schon eingebaut.

Klicken Sie auf den Play-Button, um das Video zu starten.

Unsere Konfiguration kostet bei Apple 2.199 Euro, ab 1.799 Euro gibt es eine abgespeckte Variante mit kleinerer Festplatte, minimal geringerer Prozessorleistung und nur der Hälfte an Speicher für den Grafikprozessor. Für 2.499 Euro gibt es das MacBook Pro auch mit 17-Zoll-Display, 2,5-Gigahertz-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 250 Gigabyte Festplatte. Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatte können bei allen drei Modellen auch nachträglich aufgerüstet werden.

Lieferumfang des MacBook Pro

Das MacBook Pro steckt in einem Gehäuse aus Aluminium. Das macht es robust und leicht zugleich. Bei Arbeitsbeginn ist das Metall noch kalt und muss erst von Händen und Technik erwärmt werden. Relativ schnell hat sich das Testgerät aklimatisiert - Handschuhe zum Arbeiten braucht niemand anziehen.

Als Betriebssystem ist auf dem MacBook Pro Leopard (Mac OS X 10.5.2) vorinstalliert. Weitere Programme von Apple sind ebenfalls schon an Bord: iTunes, Safari, Quicktime, iChat, iPhoto, Mail, Time Machine, iMovie und GarageBand, um nur einige zu nennen. Für viele Aufgaben ist der Laptop damit schon gerüstet.

Freizeit und Arbeit

Anders als die normalen MacBooks kann die Pro-Version nicht einfach durch Hochklappen des Displays geöffnet werden. Eine Sicherung verhindert ein ungewolltes Öffnen des Notebooks.

Natürlich kann man mit einem MacBook Pro auch E-Mails schreiben, chatten, surfen und Office-Dokumente bearbeiten. Das funktioniert alles wunderbar und strengt auf dem 15 Zoll großen Display die Augen nicht übermäßig an. Rein theoretisch kann man mit dem Notebook überall online gehen. Problemlos findet es WLAN-Netze. Sie bräuchten nur noch das richtige Passwort und schon sind Sie drahtlos vernetzt. Aber allein für diese Dinge ist das MacBook Pro in puncto Preis und Ausstattung etwas überdimensioniert. Hierfür reichen auch kleinere und günstigere Lösungen.

MacBook Pro

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Weiter lässt sich das MacBook Pro nicht aufklappen.

Seine wahren Qualitäten zeigt das MacBook Pro, wenn es um harte Arbeit und viel Rechenpower geht. An seine Grenzen stößt es erst bei der Grafik- und Bildbearbeitung sowie beim Videoschnitt. Unsere Versuche mit dem Profi-Fotoverwaltungstool Aperture konnten das Notebook nicht an seine Leistungsgrenzen führen. Um große Fotosammlungen zu verwalten und zu bearbeiten, ist der Laptop optimal geeignet. Aber auch Nachwuchs-Regisseure und Musiker werden mit der entsprechenden Software an der Leistung des MacBook Pro ihre Freude haben.

Fällt die Trennung schwer, oder muss es für bestimmte Programme Windows sein, dann soll es nicht am MacBook scheitern. In Apples Betriebssystem integriert ist die Software Boot Camp. Mit ihrer Hilfe ist es ein Leichtes, auf dem Mac zusätzlich Windows XP zu installieren und ganz normal zu benutzen. In diesem Tutorial erklärt netzwelt, wie Sie Windows XP auf einem Mac installieren.

MacBook Pro

Die Qual der Wahl: Win oder Mac?

Mit seiner Rechenpower bietet sich das MacBook Pro auch für Spiele an. Leider gibt es für den Mac keine so große Auswahl an Games wie für Windows Rechner. Hardcore-Gamer würden sowieso nie ernsthaft auf einem Laptop zocken. Das alles hielt uns aber nicht ab, das Apple Notebook einem kleinen Spieletest zu unterziehen. Die Mac-Version des Footballspiels "Madden 08" ist problemlos installiert. In den besten Grafikeinstellungen ist kein Ruckeln wahrzunehmen. Einzig die Trikots der Mannschaften der NFL Europa scheinen dem Grafikprozessor Probleme zu bereiten. Auch wenn die Tastatur normalgroß ist, die Pfeiltasten sind kleiner und enger angeordnet als auf normalen Tastaturen. Beim Spielen macht sich dies deutlich bemerkbar.

Die Arbeit am MacBook Pro macht Spaß. Das mit LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattete Display ist angenehm groß und deutlich zu erkennen. Auch die Tastatur wird je nach Helligkeit der Umgebung beleuchtet. Auf ihr lässt sich dank der großen Handauflage gut tippen. Beim kleineren MacBook liegt die Hand nicht ganz auf dem Notebook auf und nach einiger Zeit schmerzt sie dort, wo sie direkt auf der Kante liegt. Für ein leichte Navigation sorgt das Trackpad mit Multi-Touch-Technologie. Wie beim iPhone kann man mit den Fingern in Fotos blättern, Text vergrößern und Bilder anpassen.

Mit Anschlüssen ist das MacBook Pro deutlich besser ausgestattet als das MacBook Air: Zwei USB 2.0 und je einmal FireWire 400, Firewire 800, ExpressCard/34, Audio-In sowie Audio-Out, Lan und ein DVI-Videoausgang.

Die Anschlüsse auf der rechten Seite des MacBook Pro

Anders als beim MacBook Air ist der Akku nicht fest eingebaut, sondern lässt sich mit zwei Handgriffen am Boden des Laptops lösen und gegen einen Neuen austauschen. Die Akkulaufzeit wird von Apple mit fünf Stunden angegeben. Wir konnten diesen Wert bei der Arbeit mit dem Notebook nicht bestätigen. Drei Stunden sind ein realistischer Wert. Für längere Arbeitszeiten sollte der 85-Watt-Stromadapter immer dabei sein. Dank der MagSafe-Technik droht dem MacBook keine Gefahr mehr, wenn jemand sich im Stromkabel verfängt. Es ist nicht fest mit dem Laptop verbunden, sondern dockt mit einem Magneten an, der sich einfach löst, wenn jemand am Kabel zieht.

Fazit

Das MacBook Pro ist ein Notebook der Oberklasse mit viel Rechenpower und schicker Optik. Eine dauerhafte Festlegung auf ein Betriebssystem ist nicht mehr nötig. Dank Boot Camp können sowohl Apples Mac OS X als auch Windows XP auf dem Rechner laufen. So viel Leistung und Qualität hat natürlich ihren Preis, der beim MacBook Pro trotzdem nicht zu hoch angesetzt ist.

Benchmarks

Für den Benchmark-Test auf einem Mac haben wir uns für zwei Programme entschieden. Mit Geekbench haben wir nicht nur das MacBook Pro getestet, sondern zum Vergleich auch einen iMac und ein normales MacBook. Cinebench stellte nur die Pro-Variante auf die Probe.

 MacBook Pro 15"MacBook 13"iMacShuttle X
BetriebssystemMac OS X 10.5.2Mac OS X 10.5.2Mac OS X 10.4.11Windows XP Professional
ProzessorIntel Core 2 Duo CPU

2,5 GHz

Intel Core 2 CPU 2 GHzIntel Core 2 CPU 2 GHzIntel Pentium 4

2,39 GHz

Arbeitsspeicher2 GB2 GB1 GB990 MB
Integer Score2843225323261281
Floating Point Score454736223767944
Memory Score239318251916944
Stream Score1624151315421122

Mit Cinebench 10 haben wir das MacBook Pro und das MacBook Air verglichen.

 MacBook ProMacBook Air
BetriebssystemMac OS X 10.5.2Mac OS X 10.5.2
ProzessorIntel Core 2 Duo CPU 2,5 GHzIntel Core 2 Duo CPU 1,6 GHz
Arbeitsspeicher2 GB2 GB
OpenGL51741652
Rendering (Single CPU)28841763
Rendering (Multi CPU)54872811
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Der neuen Generation des MacBook Pro hat Apple einige technische Verbesserungen gegönnt. Rechenleistung und Grafikspeicher wurden erhöht beziehungsweise vergrößert. Wie sich das MacBook Pro im netzwelt-Test geschlagen hat, lesen Sie hier.

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http://www.netzwelt.de/news/77440-mobiler-powerapfel-neue-macbook-pro-test.html
2008-04-06 10:22:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/macbookpro-10-350-1207318577.jpg
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