Phonoautograph: Die Suche nach dem Audio-Gral

Die Suche nach dem heiligen Audio-Gral

Die Berkeley-Wissenschaftler interpretierten am Computer in kleinen Stückchen die gezeichneten Muster als Töne und stellten so eine tatsächlich hörbare Aufnahme her. Eine große Schwierigkeit dabei war, dass Scott den Phonoautographen durch Kurbeln angetrieben hatte und die Aufzeichnung daher schwankende Geschwindigkeit hatte. Die Wissenschaftler mussten die Aufzeichnung in 16 Stücke teilen und danach die Teile in möglichst gleicher Geschwindigkeit aneinanderfügen.

Die New York Times hat online bereits eine digitale Kopie der Aufnahme veröffentlicht. Neben starkem Rauschen und Knacken ist eine verzerrte, vermutlich weibliche Stimme zu hören, die nach Forscherangaben das französiche Volkslied "Au clair de la lune, Pierrot répondit" singt.

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Die Suche nach alten Aufzeichnungen begann im Herbst letzten Jahres, als Giovannoni und drei Kollegen eine Sammlung der ältesten aufgenommen Töne erstellen wollten. Die Arbeit von Scott war zwar schon länger bekannt, die amerikanischen Forscher glauben aber, dass sie die ersten waren, die explizit nach Scotts Phonoautogrammen suchten, um diese abzuspielen.

david giovannoni phonautogramm
Historiker David Giovannoni mit dem Scott-Phonogramm. Foto: Isabelle Trocheris

Im Dezember reisten die Kollegen zu einer Patentstelle in Paris und fanden Aufnahmen von 1857 und 1859, die Scott seiner Patent-Anmeldung beigefügt hatte. In Zusammenarbeit mit den Archiv-Mitarbeitern scannte Giovannoni die Aufzeichnungen hochauflösend für die digitale Weiterverabeitung ein.

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