Musikalischer Slider: Samsung F330 im Test
Musik auf Knopfdruck: Wir bräuchten Bass
Die Optik des Player ist mehr schlicht als aufregend - keine Animationen, kein Schnickschnack. Dafür ist die Struktur übersichtlich und Playlisten lassen sich schnell und unkompliziert erstellen. Entweder finden neue Lieder ihren Platz in den bereits angelegten Listen, alphabetisch sortiert nach Künstlern und Alben, oder in den manuell angelegten Listen, die der Nutzer beliebig benennen kann.
Die Bedienung kann noch so gut sein, etwas anderes entscheidet, ob ein Player gut oder schlecht ist: der Klang. Zuerst die schlechte Nachricht - die mitgelieferten Kopfhörer können Käufer des F330 getrost in der Verpackung lassen. Das Headset klingt dumpf, dröhnt und lässt keinen Musikspaß aufkommen.
Gut, dass Samsung durch das Adapterkabel zulässt, eigene Kopfhörer mit 3,5-Millimeter-Anschluss zu verwenden. Besitzer eines Bluetooth-Headsets können ihrer Musik auch drahtlos lauschen - das F330 unterstützt neben Datenverbindungen über Bluetooth die Übertragung von Stereomusik.
Samsung F330
Die Tasten sind ausreichend groß, haben aber einen kaum merklichen Druckpunkt.
Der Anschluss für das Kopfhörer-Adapter sitzt an der linken Geräteseite.
Auf dem Display zeigt das Handy den aktuellen Song und die Abspielzeit an.
Mit hochwertigeren Kopfhörern ist der Klang des F330 deutlich besser. Außerdem stehen verschiedene vorgefertigte Equalizer zur Auswahl, mit denen der Nutzer den Klang für die jeweilige Musikrichtung anpassen kann. Nur eins können die Equalizer nicht - aus dem F330 eine Bass-Maschine machen. Wer nicht auf die Portion "Boom" verzichten kann, sollte statt zu einem Musik-Handy besser zu einem waschechten MP3-Player greifen.
Telefonie und Verbindungen: HSDPA und Bluetooth
Den kann das Samsung F330 in einer anderen Kategorie schlagen: Funkverbindungen. Als Triband-Handy ist das F330 nicht nur in Europa, sondern genauso in den USA zu gebrauchen. Für eine schnelle Internetverbindung sorgt die Unterstützung von UMTS und dem Datenturbo HSDPA, durch den das Mobiltelefon mit bis zu 3,8 Megabit pro Sekunde auf der Datenautobahn unterwegs ist.
Bei Telefonaten ist die Akustik des Samsung-Handys gut. Lediglich schwache Nebengeräusche sind zu hören, die Gesprächspartner durchweg klar und deutlich verständlich. Für Gespräche im Auto hat das F330 das Bluetooth-Profil Sim-Access in petto, durch das Autofahrer über die Freisprechanlage mit dem Handy telefonieren können.
Der Slider ist gut verarbeitet und kann mit seinen inneren Werten überzeugen.
Fazit: Kleiner Preis, große Ausstattung
Trotz des vergleichsweise kleinen Preises von etwa 190 Euro ohne Vertrag hat das Samsung F330 eine Menge zu bieten: einen durchdachten Musik-Player samt gutem Klang, ausreichend Funkverbindungen wie HSDPA und verschiedene Bluetooth-Profile - alles verpackt in einer hochwertigen Hülle.
Die kleinen Schwächen wie das zu stark spiegelnde Display, die Sensortasten ohne Rückmeldung oder die mitgelieferten Kopfhörer lassen sich verschmerzen. Beim F330 stimmt das Gesamtpaket und vor allem das überzeugende Preis-Leistungsverhältnis.

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