Größter Mobilfunkanbieter will Spam-Versand unterbinden
SMS-Spam: Chinesischer Spammer verrät sich
Jan Johannsen
In einem Fernsehinterview bekannte sich ein Generaldirektor der Holding Focus Media dazu, dass seine Firmen die Daten von über 200 Millionen chinesischen Handynutzern für SMS-Werbung nutzen würden. Chinesische Medien sprechen schon von der "Text-Messaging-Gate"-Affäre.
Der chinesische Staatsrat hat eine Untersuchung zu unerwünschter Werbung aus Handys angekündigt und drängt alle Beteiligten zu stärkerer "Selbstprüfung". Ihr Verhalten wende sich gegen die öffentlichen Interessen und sei von Profitdenken durchdrungen.
China Mobile, größter Mobilfunkanbieter des Landes, will das Versenden von SMS-Spam unterbinden. Das Unternehmen war in die Kritik geraten, weil es Schlupflöcher in der Betriebsführung gab, die den Versand von Werbe-SMS an fast die Hälfte der chinesischen Mobilfunknutzer ermöglichte. Sieben beschuldigten Werbeanbietern werde künftig der SMS-Versand blockiert.
Der Vorsitzende von Focus Media, dessen Tochterunternehmen Focus Media Wireless auf die Verbreitung von Werbung auf Handys spezialisiert ist, entschuldigte sich für den unerwünschten Spam. Der Versand werde vorerst gestoppt, interne Untersuchungen würden laufen. In einer Pressemitteilung erwägt das Unternehmen die Entlassung möglicher Verantwortlicher.
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