Selbsttest: Bremst Ihr Provider den P2P-Verkehr aus?
So funktioniert Gemini
Damit Gemini erfolgreich sein kann, müssen zwei unterschiedliche Versionen der Live-CD auf zwei Computern mit jeweils eigener IP-Adresse gestartet werden. Der erste Schritt ist daher, Gemini A und Gemini B jeweils als ISO auf CD zu brennen. Diese beiden Systeme kommunizieren im Anschluss miteinander und starten Datentransfers per BitTorrent.
Aus den Ergebnissen erstellt Gemini daraufhin ein Protokoll, aus dem Sie erkennen können, ob Ihr ISP möglicherweise den P2P-Traffic verlangsamt. Die Funktionen und Tools, welche Gemini zugrunde liegen, sind zwar nicht komplett neu. Durch die Adaption als Live-CD ist die Überprüfung aber deutlich einfacher geworden. Die folgende Mediengalerie zeigt, wie Gemini funktioniert:
Schritt für Schritt: So arbeitet die Gemini Live-CD
Jetzt kommunizieren beide Gemini-Systeme als Peers über das Bittorrent-Protokoll. Dieser Vorgang kann laut P2Pforum.it bis zu sieben Minuten dauern. Wichtig: Starten Sie während dieser Zeit keine anderen Programme und machen Sie auch keine Eingaben, da diese Einflüsse das Ergebnis verfälschen.
Sobald die Übertragung der Datenpakete beendet ist, erhält Gemini A diesen Informationsbildschirm. Die Ergebnisse bekommt Gemini B auf den Desktop.
Bei Gemini B erscheint eine Kurzform der protokollierten Daten. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, das Protokoll direkt in das Forum der Entwickler zu posten oder auf einen USB-Stick zu kopieren. Hinweis: Sobald Sie Gemini beenden, können die Informationen nicht wiederhergestellt werden.
Jetzt werden Sie aufgefordert, die IP-Adresse anzugeben. Damit ist allerdings nicht Ihre eigene IP gemeint, sondern die des jeweils anderen Systems. gemini A gibt also die Adresse von B an und umgekehrt. Sobald beide Systeme die Angaben gemacht haben, arbeitet Gemini automatisch weiter.
Bei Gemini handelt es sich um eine Live-CD. Diese startet, bevor das eigentliche Betriebssystem aufgerufen wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Ihr Computer den Boot von CD zulässt.
Sobald Sie sich auf der Oberfläche von Gemini befinden, starten Sie das Tool per Doppelklick und wählen die gewünschte Sprache.
Ergebene Ergebnisse
Das Ende vom Lied: Durch den Zusammenschluss aus Gemini A und B können Sie erfahren, wie viele Datenpakete der eine Peer dem anderen zugesendet hat - und auch, wie viele dort tatsächlich angekommen sind. Sind diese Zahlen identisch, handelt es sich laut P2Pforum.it um einen sauberen Anschluss ohne Traffic Shaping.
Tauchen hingegen viele Pakete unter dropped auf, liegt der Verdacht der Drosselung nahe. Bedenklich sind auch Datenpakete, die Gemini als forged anzeigt, also vom Provider als normaler Traffic nachgeahmt. Um kurzzeitige Probleme bei der Verbindung auszuschließen, sollte der Test mehrmals zu unterschiedlichen Uhrzeiten durchgeführt und die Ergebnisse verglichen werden.

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