Limewire-Store im Praxistest
Tauschen verboten, aber nicht verhindert
Bald auch im Limewire-Client
Bisher lässt sich Limewires Store nur über die Website der Firma nutzen. Selbst der Einsatz von Download-Managern ist laut Nutzungsbedingungen verboten. Lästig ist dies insbesondere für Abonnenten, die sich damit jeden Monat ihre bis zu 75 Songs mit zahlreichem Herumklicken einzeln aus dem Netz laden müssen. Auch der Download ganzer Alben als handliche Zip-Datei ist bisher nicht möglich.
Limewire plant allerdings, seinen Download-Store langfristig eng mit der eigenen Tausch-Software zu verzahnen. Die Firma hat bereits vor einigen Monaten angekündigt, dass das Tausch-Programm in Zukunft kontextrelevante Links zum Store einblenden soll.
Ein genauerer Blick auf die letzte Limewire-Version offenbart, dass die Software offenbar auch als Download-Manager genutzt werden soll. So lässt sich in den Einstellungen schon jetzt ein dezidiertes Verzeichnis für gekaufte Downloads einstellen.
Interessant daran: Die Nutzungsbedingungen verbieten Store-Kunden ausdrücklich, gekaufte Downloads per P2P zum Tausch anzubieten. Limewire hindert seine Nutzer jedoch nicht aktiv an einem solchen Schritt. So greift das Programm nicht ein, wenn man das in den Einstellungen vorgegebene Verzeichnis für Bezahl-Downloads zum Tausch freigibt.
Limewire-Store im Praxistest
Der Limewire-Store bietet diverse Optionen, die das Kaufen von Musik erleichtern sollen.
Der Limewire-Store - Noch in der Betaphase, aber bereits in Amerika erreichbar.
Limewires Copyright-Filter scheint ebenfalls bisher noch nicht auf zum Kauf erhältliche Songs abgerichtet zu sein. So lassen sich problemlos Titel finden, die auch im Limewire Store angeboten werden. Nutzer haben zudem jederzeit die Möglichkeit, den Copyright-Filter auszuschalten.
Fazit: Kein schlechter Anfang
Limewires Store hinterlässt bisher gemischte Gefühle. Das Web-Angebot sieht zwar ganz nett aus, kann aber mit seinem Musik-Katalog nicht mit Amazon und anderen großen MP3-Shops mithalten.
Punkten kann Limewire dagegen mit seinen Preisen. Wer bereit ist, jeden Monat 20 Dollar bei der New Yorker Firma auszugeben, bekommt dafür einzelne Songs zum Preis von 0,27 US-Dollar. Beim derzeitigen Dollarkurs entspricht dies gerade mal 17 Eurocent ein Preis, mit dem Limewire durchaus mit den zahllosen unlizenzierten russischen Download-Shops à la Allofmp3.com konkurrieren kann.
Neugierig macht auch die geplante Integration in den Limewire-Client. Wenn Limewire dies noch mit einem Geschmacks-Empfehlungs-Mechanismus verbindet, könnte dies ein erster Schritt für ein gleichberechtigtes Nebeneinander von P2P und Musik-Verkauf sein. So gesehen ist Limewires neuer Shop kein schlechter Anfang - und wer weiß, vielleicht haben sie bis zu ihrem Debut in Deutschland auch die Client-Integration perfektioniert.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Filesharing und Musikdienst.
