Blendend: Hellere LED dank Lachs-Spermien
Blendend: Hellere LED dank Lachs-Spermien
Durch den DNA-Film lässt sich die Funktionsweise der LED beeinflussen: In einer Leuchtdiode wandern durch das Anlegen einer Spannung Elektronen zu einem positiv geladenen Band. Auf dem Weg treffen die negativ geladenen Elektronen auf positiv geladene Zwischenräume, so genannte Löcher. Durch das Zusammentreffen werden kleine Lichkpakete, Photonen genannt, freigesetzt.
Allerdings rauschen viele Elektronen vorbei, ohne mit einem Loch in Berührung zu kommen. Dadurch ist das Leuchtpotenzial der Dioden größer als die tatsächliche Leuchtkraft. Stackl bringt den Forschungsansatz so auf den Punkt: "Je mehr Elektronen wir festhalten können, desto mehr Photonen können wir generieren."

An dieser Stelle kommt der DNA-Film zu Einsatz. Die DNA dient als eine Art Barriere für die Elektronen. Der dünne Film hält die Elektronen länger auf und sorgt dafür, dass sich mehr Elektronen mit Löchern vereinen. Auf diese Weise können die Forscher mehr Photonen und damit eine größere Helligkeit der Leuchtdioden erzeugen.
Doch nur hellere LED reichen den Forschern nicht. Im nächsten Schritt wollen Steckl und die Forscher der Air Force nach Möglichkeiten suchen, andere Materialen der LED mit Biomaterialien zu ersetzen. Das Langzeit-Ziel ist es, Bauteile zu entwickeln, die nur aus natürlichen, erneuerbaren und biologisch unbedenklichen Stoffen bestehen.

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