Forscher der University of Cincinnati setzt auf Fisch-DNA
Blendend: Hellere LED dank Lachs-Spermien
Die Fischindustrie entsorgt jedes Jahr tausende Tonnen Lachs-Spermien, da diese den Geschmack des Fisches verderben. Andrew Steckl, ein Photonen-Experte an der University of Cincinnati, hat eine sinvolle Verwendung für das Abfall-Produkt gefunden: Lichtemmitierende Dioden, kurz LED.
Der Forscher experimentiert mit biologischen Materialien, um die Effizienz von LED zu steigern. So gennante Bio-LED sollen weitaus heller sein als die herkömmlichen. Die Materialien, die Stackl für den Einsatz in den Leuchtdioden in Betracht zieht, müssen ganz bestimmte Eigenschaften erfüllen. "Biologische Materialien haben zwar einige technisch interessante Eigenschaften, aber sie sind teilweise schwer zu duplizieren, zum Beispiel Proteine oder DNA", so Stackl.
Das Material für die leistungsstärkeren LED sollte also leicht zu gewinnen und vor allem in großen Mengen verfügbar sein. Die Lösung fand Stackl in den Lachs-Spermien. "Die Lachs-Spermien landen eimerweise auf dem Müll. Sie stellen eine natürliche, erneuerbare und biologisch unbedenkliche Quelle dar." Während Stackl derzeit mit der DNA der Lach-Spermien arbeitet, hält er andere Tiere oder Pflanzen mitunter für genauso geeignet.
Steckl forscht in Zusammenarbeit mit dem Air Force Forschungscenter. "Die Air Force hat bereits mit DNA für andere Applikationen gearbeiten und kam zu uns und sagte 'Wir wissen, dass Ihr euch mit der Herstellung entsprechender Bauteile auskennt.'" So begann die gemeinschaftliche Arbeit an BioLED, in denen ein dünner Film Fisch-DNA zum Einsatz kommt.


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