Fraunhofer-Forscher haben 20-Zoll-Prototypen entwickelt
3D-Display: Digitale Illusion dank Augen-Tracking
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Forscher des Fraunhofer Instituts für Nachrichtentechnik HHI (Heinrich-Hertz-Institut) haben ein 3D-Display namens "Free2C Digital" entwickelt, das mit elektronischen Mitteln Tiefenwirkung erzeugt. Der Prototyp hat eine Bildschirmdiagonale von gut 20 Zoll und könnte für Endverbraucher genau das richtige Gerät für ein 3D-Erlebnis zu Hause sein.
Das Fraunhofer HHI arbeitet bereits seit mehreren Jahren an 3D-Monitoren. Die Vorläufer des digitalen Free2C arbeiten mit mechanischen Mitteln, um ein dreidimensionales Bild zu erzeugen. René de la Barré vom Fraunhofer HHI erläutert: "Bei früheren Entwicklungen kamen Linsen zum Einsatz, die das Licht unterschiedlich brachen. Die vertikal auf dem Bildschirm angeordneten Linsen sorgten dafür, dass das rechte und linke Auge jeweils andere Bildinformationen bekamen."
Ein anderes Bild für das rechte und das linke Auge - dieses Prinzip nutzt auch der neu entwickelte 3D-Bildschirm. Allerdings sind keine optischen Linsen, sondern ein digitales Programm für die 3D-Illusion verantwortlich. Durch das so genannte Eye-Tracking passt der Bildschirm dabei die 3D-Darstellung an die Position des Betrachters vor dem Bildschirm an.
Damit der Betrachter nicht nur aus einem Winkel das 3D-Bild erkennen kann, ist der Monitor mit einer Kamera ausgestattet. Die erfasst die Position der Augen und sorgt dafür, dass jedes Auge ein anderes Bild zu sehen bekommt. "Das Tracking-System findet das Gesicht und fixiert dann die Augen des Betrachters."

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Die eingebaute Kamera fixiert die Augen des Betrachters.
Statt maschinell bewegliche Linsen einzusetzen, sorgt die Software des Free2C Digital dafür, dass die Augen ein unterschiedliches Bild sehen. Auf dem TFT-Display liegt eine Art Streifenraster, durch das manche Bildteile für ein Auge ausgeblendet sind. Durch das Tracking der Augen kann das Programm ständig aktuell die Position der Pixel auf dem Display berechnen - sodass für jedes Auge ein anderer Bereich sichtbar ist.
Wenn der Zuschauer den Kopf bewegt, verändert sich die Position der sichtbaren Bereiche und das 3D-Bild ist dadurch aus verschiedenen Blickwinkel gleich gut zu sehen. Dass der Betrachter statt zwei zweidimensionale Einzelbilder ein dreidimensionales Bild sieht, liegt übrigens am menschlichen Gehirn.
Auch beim alltäglichen Sehen erfasst jedes Auge für sich ein zweidimensionales Bild und leitet die Informationen an das Gehirn weiter. Das Gehirn kombiniert die Bilder zu einem dreidimensionalen Bild. Diesen Umstand macht sich das Fraunhofer Institut mit seiner Entwicklung zunutze.
Jetzt sind Sie dran.
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