Fraunhofer goes Minority Report
PCs steuern wie im Film: Der iPoint Presenter (Video)
Internet & Netzwelt
Den Computer ohne Maus oder Touchpad, sondern nur mit einem Fingerzeig bedienen: Dieses Ziel haben sich Wissenschaftler des Fraunhofer Institutes für Nachrichtentechnik aus Berlin gesetzt. Entwickelt haben sie den iPoint Presenter, ein System, das die Computer-Steuerung ohne jegliche Berührung erlaubt.
Die Vorführung des iPoint Presenters auf der diesjährigen CeBIT erinnert an den Science-Fiction-Film "Minority Report" mit Tom Cruise. Sie erinnert an die Szene, in der Cruise mit den Fingern einen Bildschirm steuert, ohne ihn zu berühren. Jedoch steht nicht Tom Cruise vor einer Leinwand und gestikuliert mit den Händen in der Luft, sondern der Wissenschaftler Paul Chojecki vom Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik, dem Heinrich-Hertz-Institut (HHI).
Während Chojecki mit den Zeigefingern Richtung Leinwand deutet und die Hände aufeinander zu und voneinander weg bewegt, bewegen sich auf der Leinwand zwei kleine Zeiger. Wie durch Zauberhand machen die Zeiger genau das, was Chojecki mit seinen Zeigefingern in der Luft macht.
Kameras erfassen die Bewegungen
Das Herzstück des iPoint Presenters sind zwei Kameras, die zusammen mit dem Computer in einem viereckigen Kasten stecken. Die Kameras sitzen hinter einer Glasscheibe und sind nach oben gerichtet. Sie erfassen die einzelnen Finger des Nutzers, analysieren die Bewegung und senden die Daten an den Computer. Dieser setzt die Bewegungen in Befehle um.
Der Anwender kann in der Luft über den Kameras auf virtuelle Knöpfe deuten oder Objekte mit seinen Händen verschieben, wie mit einer Maus. Bei der Vorführung zeigt der Fraunhofer-Wissenschaftler das mit einem Photoviewer. Die darin angezeigten Bilder wählt Chojecki mit einem Fingerzeig in der Luft aus und verschiebt sie.

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Sicht der Kameras von unten auf die Hand: Die zwei Kameras erfassen die einzelnen Finger des Benutzers.
"Da der iPoint Presenter acht Finger gleichzeitig erkennen kann, ist eine so genannte Multi-Pointing-Interaktion möglich", erklärt er. Bewegt Chojecki zwei Finger aufeinander zu oder voneinander weg, verkleinern und vergrößern sich die auf der Leinwand gezeigten Fotos. Eine ähnliche Bedienung, wie sie vom Apple iPhone bekannt ist, allerdings ohne die Eingabe über den Touchscreen.
Jetzt sind Sie dran.
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