Programmierbarer Dinosaurier mit künstlicher Intelligenz

CeBIT 2008: Der Star heißt Pleo

UGOBE, Entwickler organischer Roboter, präsentierte auf der CeBIT 2008 die erste künstliche Lebensform des Unternehmens, die Designer Life Form Pleo. Pleo wurde einem nur eine Woche alten Camarasaurus Sauropoden (Langhalssaurier aus der Jura-Zeit) nachempfunden und legt einfache Züge eines autonomen Lebens an den Tag. Pleo wurde vor allem im Hinblick darauf entwickelt, lebensechte, organische Bewegungen und Verhaltensweisen nachzuahmen, die es ihm erlauben, eine Beziehung zu Menschen aufzubauen.

Pleo

Pleo kann sich flüssig und naturgetreu bewegen und sich dabei gleichzeitig autonom verhalten. Pleo benötigt mit seinen fast 40 Sensoren, darunter auch Infrarot- und akustische Stereosensoren, keinerlei Fernbedienung und kann mit seinem Besitzer und seinem Umfeld selbstständig interagieren.

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Pleo
Pleo glänzt durch fast 40 Sensoren, mit denen er seine Umwelt wahrnimmt und auf sie reagiert

Dank des "Life Form Operating System" (Betriebssystem) von UGOBE kann Pleo die Signale mehrerer Sensoren gleichzeitig verarbeiten und in Kombination mit der komplexen Verhaltensplattform nutzen, um unabhängig zu handeln und sich mithilfe von Bewegung und Akustik auszudrücken. Pleo ist in der Lage, Emotionen wiederzugeben und sich selbst und seine Umgebung wahrzunehmen.


UGOBE setzt sich aus einem interdisziplinären Team von Robotikexperten, Animatoren, Technologen, Wissenschaftlern, Biologen und Programmierern zusammen. Mit einer Mischung aus Biowissenschaft, künstlerischer Gestaltung und Ingenieurskunst hat man bei UGOBE die erste künstliche Spezies mit wissenschaftlicher Authentizität erschaffen. Pleo zeichnet sich durch eine sehr realistische Art aus, die sich in seinen flüssigen Bewegungen, seinem komplexen Sensorensystem und seiner natürlichen Körpersprache offenbart.
"Unser Ziel bei UGOBE ist es, leblosen Objekten Leben einzuhauchen, indem wir sie in lebensähnliche Wesen verwandeln, die organische Bewegungsabläufe und Verhaltensweisen zeigen", kommentierte Bob Christopher, CEO von UGOBE.

Lernwilliges Dinosaurier-Baby mit künstlicher Intelligenz
Pleo verfügt über eine USB-Schnittstelle und einen SD-Karten-Slot, über die man weitere Programme und Funktionen laden kann. Besitzer können Updates oder neue Funktionen aus dem Internet herunterladen und einspielen. Da die Software auf einer offenen Open-Source-Plattform basiert, kann jeder die Life Form individuell weiterentwickeln. Pleo kann Emotionen wie Freude und Neugier ausdrücken. Erschreckt sich Pleo, so wimmert er, da es sich ja bei ihm noch um einen Baby-Dino handelt. Wird er zu lange alleine gelassen, so wird Pleo traurig und er lässt den Kopf hängen. Besitzer haben schon nach kurzer Zeit das Gefühl, dass ihr Dinosaurier "lebt".

Die wichtigsten Fähigkeiten von Pleo auf einen Blick:
• 14 Servogelenke (Torso, Kopf, Schwanz, Hals, Beine) mit Force-Feedback
• 38 Berührungs-, Geräusch-, Licht- und Neigungssensoren, einschließlich neun Berührungssensoren (Maul, Brust, Kopf, Schultern, Rücken, Füße) und acht Fuß und Zeh-Sensoren
• Eine flüssige Bewegung
• Die Fähigkeit, Hindernissen auszuweichen und Absturzkanten zu meiden
• Eine Tonausgabe, akustische Stereosensoren und Takterkennung bei Musik
• Eine autonome Interaktion mit dem Besitzer und seinem Umfeld, unter anderem mittels Husten, Augenblinzeln, Kauen, Zucken, Seufzen, Niesen, Schnüffeln, Magenknurren, Schwanzwedeln und Gähnen
• Charakteristische Stimmungen wie Zorn, Langeweile, Munterkeit, Jagdfreude, Behutsamkeit, Verschmustheit, Abscheu, Verwirrung, Verzweiflung, Angst, Neugier, Freude, Kummer, Verwunderung, Müdigkeit sowie Hunger und ein Bedürfnis nach sozialer Interaktion
• Ein aktualisierbares Betriebssystem, das "Life Form OS", und Persönlichkeitssystem
• Die Fähigkeit, mit anderen Lebensformen von UGOBE zu kommunizieren
• Einen wieder aufladbaren Akku

Pleo

Pleo wird ab Anfang Juni für 299 Euro erhältlich sein.

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