Rescue System scannt verseuchte Computer per Live-CD
Freeware der Woche: Rettungs-CD von AntiVir
Virenbefall, Trojaner an Bord, Wurmplage - ist der Computer infiziert, kann er oft mit Bordmitteln nicht mehr repariert werden und verweigert selbst den Start. Hier hilft das AntiVir Rescue System: Als Live-CD wird dieses Tool noch vor dem Betriebssystem aufgerufen und repariert dank AntiVir-Engine den PC. Wie man sich eine solche Boot-CD erstellt zeigt nachfolgende Anleitung.
Download und ISO-Brennvorgang
Das AntiVir Rescue System von Avira kommt als etwa 45 Megabyte große EXE-Datei daher. Per Doppelklick bietet das integrierte Tool an, den Inhalt auf CD zu brennen. Wenn Sie hier Abbrechen wählen, erzeugt es nur die ISO-Datei - diese können Sie im Anschluss mit einem anderen Brennprogramm wie DeepBurner auf CD bringen.
Ist das Image fertig gebrannt, müssen Sie Ihren Rechner mit eingelegter CD neu starten. Bevor das Betriebssystem aufgerufen wird, startet jetzt die so genannte Live-CD auf Basis von Linux. Das Rescue System nutzt die Engine von AntiVir, um Viren und andere Malware vom Computer zu entfernen. Die folgende Mediengalerie zeigt, wie Sie das Rescue System benutzen:
Schritt für Schritt: So funktioniert das AntiVir Rescue System
Wichtig ist, dass Ihr Computer den Boot von CD vor der Festplatte vornimmt. Das können Sie im BIOS einstellen, normalerweise ist die Reihenfolge werksseitig aber bereits passend eingerichtet.
Haben Sie alle notwendigen Angaben gemacht, springt das Rescue System zurück in die Kommandozeile und beginnt mit dem Scanvorgang. Das ist der zeitintensivste Teil und kann je nach Größe der Festplatten auch deutlich über 30 Minuten dauern.
Wenn das AntiVir Rescue System startet, sehen Sie diesen Bildschirm. Geben Sie die 2 ein, um die Live-CD aufzurufen.
An dieser Stelle sollten Sie sich für die deutsche Sprachversion entscheiden.
Im Anschluss landen Sie im Auswahlmenü. Von hier aus können Sie den Virenscan starten oder neue Definitionen per USB-Stick einspielen.
Danach lädt das Rescue System alle für den anschließenden Scan notwendigen Treiber und Anwendungen in den temporären Speicher. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern.
Als letztes können Sie bestimmen, nach welchen Arten von Malware die Rettungs-CD suchen soll. Danach beginnt der Scanvorgang.
Hier haben Sie die Möglichkeit, VDF-Dateien mit neuen Virendefinitionen einzupflegen, damit das Rescue System mit möglichst frischen Informationen arbeiten kann.
Geben Sie an, in welchen Bereichen das AntiVir Rescue System suchen soll und ob Sektoren ausgespart werden.
Regelmäßige Updates
Da Avira mehrmals täglich neue Virendefinitionen veröffentlicht, veraltet Ihre Live-CD sehr schnell. Wenn Ihr Computer also nicht mehr funktioniert, können Sie sich bei Bekannten entweder das aktuellste Rescue System herunterladen - oder nur die aktuellen Definitionen. Diese können Sie dann auf einen USB-Stick kopieren und einspielen, wenn die Live-CD läuft.
Als letzte Rettung ist das AntiVir Rescue System ausgezeichnet geeignet. Da viele Nutzer sowieso die Freeware-Version von AntiVir verwenden, ist eine Live-CD auf Basis der Virenengine der nächste logische Schritt. Zwar arbeitet das Rescue System in unansehnlichen Linux-Menüs, ist allerdings oft die letzte Chance, Schädlinge von der Festplatte zu bekommen.


Sagen Sie Ihre Meinung!