CeBIT 2008: Rätselhaftes am Toshiba-Stand
Daumen raus und ausprobiert
"Die Webcam allein ist dafür natürlich nicht verantwortlich. Allein die Rechenpower, die für solche Anwendungen notwendig ist, bietet derzeit kein auf dem Markt erhältliches Notebook", so Willigens. Um ein Notebook zuverlässig mittels Gesten steuern zu können, haben sich die Entwickler aus einem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Baukasten bedient - einer schwarzen Box mit der Aufschrift Playstation 3.
Der dort verbaute Cell-Prozessor liefert Grafikpower im Überfluss. Darauf baut die von Toshiba entwickelte "SpursEngine" auf, die vier der Kerne des Cell-Prozessors verwendet. Die SpursEngine ist nicht auf die Gestenerkennung beschränkt, sondern kümmert sich als Co-Prozessor im Qosmio-Notebook auch um die 3D-Berechnung im Allgemeinen. Auch das oftmals zeitaufwändige Konvertieren von Video-Material verkürzt sich damit um ein Vielfaches.
Netzwelt hatte die Gelegenheit, die Gestenerkennung live auf der CeBIT zu testen. Die Genauigkeit mit der sich der Mauszeiger im Mediacenter steuern lässt, ist beeindruckend. Die Reichweite gibt Toshiba mit maximal drei Metern an, aber auch aus einer Entfernung von fünf Metern funktionierte das Daumenkino einwandfrei.

Für die Zukunft plant Toshiba den Ausbau dieser Technik und die Implementierung in unterschiedliche Anwendungen. So sind etwa Heimkinos denkbar, die sich ausschließlich mit dem Zeigefinger steuern lassen. Einen genauen Termin, wann mit den ersten serienreifen Produkten zu rechnen ist, gab der Hersteller nicht bekannt. Auch zum Preis des Qosmio-Notebooks wollte sich die versammelten Toshiba-Vertreter nicht äußern.

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