Samsung G800 im Test: Digitalkamera-Gefühl
Kamera und Fotofunktion
Auf der Rückseite des Samsung-Handys dominiert die mechanische Kamera-Abdeckung das Aussehen. Die Abdeckung sitzt genauso sicher wie der Slider und lässt sich ebenfalls leichtgängig aufschieben. Sobald der Handy-Besitzer die Abdeckung zur Seite schiebt und Linse und Blitz damit freigibt, startet automatisch die Kamera-Funktion.
Das G800 liegt in der Hand wie eine waschechte Digitalkamera. Der Zeigefinder findet leicht den großen Auslöser-Knopf. Dieser hat einen deutlich spürbaren zweistufigen Druckpunkt. Bei leichtem Drücken stellt der Autofokus das Motiv scharf und bei stärkerem Druck löst er die Aufnahme aus.
Neben dem schnell arbeitenden Autofokus verfügt das Samsung G800 über einen dreifachen optischen Zoom. In acht Abstufungen vergrößert das Handy das Motiv, bevor sich der 16-fache Digitalzoom einschaltet. Dieser vergrößert das Motiv im Gegensatz zum optischen Zoom dann nur noch auf Kosten der Bildqualität.
Für den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Fotofunktionen hat Samsung ein Schnellwahlmenü auf die Navigationstaste gelegt. Hier lassen sich Xenon-Blitz, Selbstauslöser und Makro-Modus einstellen. So muss der Nutzer nicht für jede Änderung das große Menü aufrufen. Das umfasst Modi wie Panorama, Serienaufnahme, verschiedene Belichtungs-Szenarien und die unterschiedlichen Auflösungsstufen bis zu fünf Megapixel.
Der mechanische Schieber schützt die Linse.
Fotografen können beim G800 darüber hinaus manuell Farbsättigung, Kontrast und Scharfzeichner einstellen. Verwunderlich ist, dass die für eine Digitalkamera üblichen Aufnahmemodi wie Porträt, Landschaft und Sport fehlen. Hier hätte Samsung sich mehr von den echten Digitalkameras abschauen sollen.
Die Fotoqualität des G800 ist zwar insgesamt befriedigend, die Bilder sind oft jedoch leicht unscharf. Dem sollte eigentlich der Bildstabilisator entgegenwirken. Der macht sich in der Praxis aber kaum bemerkbar. Die Qualität der Fotos lässt sich deutlich durch manuelle Einstellungen und Feinjustierung der Werte verbessern. Zumindest die Farben auf den Fotos sind kräftig und leuchtend.
Zur Nachbearbeitung der aufgenommenen Fotos hat Samsung eine entsprechende Software integriert. Mit der können Nutzer die Fotos zuschneiden, mit Effekten versehen und Texte einfügen. Sie können nachträglich Helligkeit, Kontrast und Farbe der Bilder justieren.
Multimedia-Anwendungen
Neben Fotos zeichnet das Samsung G800 Videos auf. Mit einer Auflösung von 320 mal 240 Pixeln und lediglich 15 Bildern pro Sekunde sind die allerdings keine Augenfreude. Bei der Wiedergabe ruckelt das Video leicht, durch die geringe Anzahl an Bildern. Einen Pluspunkt erhält das G800 hier lediglich wegen der leichten Bedienung der Funktion.

Sagen Sie Ihre Meinung!