Projekt P2P-Next will Internetfernsehen revolutionieren
IPTV: Die EU unterstützt P2P-TV mit 14 Millionen Euro
Moritz Zielenkewitz
Aufgebaut mit 21 Partnern aus einem Dutzend Ländern: Das Projekt P2P-Next soll Internetfernsehen über das aus BitTorrent bekannte Protokoll ermöglichen. Und zwar hochoffiziell mit BBC, Pioneer und Universitäten - und ohne den Anstrich der Illegalität. Jetzt hat die EU das Projekt mit 14 Millionen Euro unterstützt.
P2P-Next setzt sich zum Ziel, eine legale, freie und quelloffene P2P-Plattform aufzubauen. Die soll aber nicht den Tausch urheberrechtlich geschützter Inhalte vorantreiben, sondern Internetfernsehen. Dazu arbeitet das Projekt europaweit mit Filmstudios, Industrie und Universitäten zusammen - mit insgesamt mehr als 20 Partnern aus zwölf Ländern. Jetzt steuert die Europäische Union (EU) 14 Millionen Euro bei.

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P2P-Next hat in Sachen IPTV Großes vor: Die EU honoriert das mit 14 Millionen Euro.
Es hat den Anschein, als hätte ein großer Berufszweig plötzlich die Vorteile von P2P für die Verbreitung von Medien erkannt: P2P-Next spricht von steigenden Bandbreiten und vermehrter Online-Nutzung. Im Laufe der nächsten vier Jahre soll aus dem Projekt eine legale Alternative zu Gnutella, BitTorrent und Co. werden, die den Ruf von P2P reinwäscht. Der Verdacht liegt nahe, dass P2P-basierte TV-Lösungen wie Miro oder Joost bislang an den Verantwortlichen vorbei gegeangen sind - denn die verfolgen schon seit mehreren Jahren dieses Ziel.
Die Betreiber von P2P-Next planen, Metadaten besser zu implementieren, auf Social Networking zu setzen und neue Business-Modelle für Werbung auszuprobieren. Von den Händen der Produzenten in die Hände der Nutzer - so lautet ein Slogan des Projekts. P2P-Next versucht, schon in diesem Jahr den Eurovision Song Contest über die neue Plattform anbieten zu können. Genauere Informationen zur Veröffentlichung sind noch nicht bekannt.
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