Freeware-Projekt von DVD Jon verknüpft iTunes und Co.
DoubleTwist: DRM-geschützte Inhalte synchronisieren
Kopierschutz
DoubleTwist ist ein Programm, mit dem Nutzer ihre Videos, Musik und Fotos mit sehr vielen mobilen Geräten synchronisieren können. Darüber hinaus ermöglicht das Programm den Datenaustausch über ein Social Network. Als besonderes Feature kann doubleTwist auch mit DRM geschützten Songs umgehen und zum Beispiel DRM-geschützte iTunes-Songs handhaben. Als Mitprogrammierer ist übrigens der berühmt-berüchtigten Programmierer DVD Jon mit an Bord.
Nach der Installation steht doubleTwist sofort zur Verfügung. Jetzt kann die Freeware Multimedia-Daten mit tragbaren Geräten oder Social Networks tauschen. Bei Letzteren wird aktuell nur Facebook unterstützt, weitere sollen in Kürze folgen. Die Liste der akzeptierten tragbaren Abspielgeräte ist indes lang: Nokias N-Serie, Walkman- und Cybershot-Reihe von Sony Ericsson, LG Viewty, Sony PSP, Amazon Kindle und Smartphones auf Basis von Windows Mobile 5.0/6.0.

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Freier Medienaustausch mit doubleTwist.
(Klick vergrößert.)
Laut doubleTwist will man die Welt der proprietären Formate und Geräte aufweichen. CEO Monica Farantzos hofft, dass mit doubleTwist Medien mehr wie E-Mails handhaben lassen. Es solle egal sein, wer sie erstellt hat, wo sie angeboten werden und welches Gerät sie abruft.
DRM raus - legal?
DoubleTwist ist in der Lage, mit DRM-geschützte Lieder in das MP3-Format umzuwandeln - natürlich nur bei selbst gekauften Songs, wie die Firma betont. Bei der Methode bewegt sich doubleTwist in einer rechtlichen Grauzone: Der Song wird im Hintergrund in doppelter Geschwindigkeit abgespielt und dabei als MP3 gespeichert.
Durch den so resultierenden Qualitätsverlust handelt es sich nicht um eine Eins-zu-Eins-Kopie. Aber laut geltendem Recht "darf der Nutzer, um an seine Privatkopie zu gelangen, keinen wirksamen Kopierschutz umgehen", so Rechtsanwalt Alexander Wachs. Unklar ist, ob der durch das beschleunigte Abspielen erzeugte Datenstrom bereits eine Umgehung eines Kopierschutzes darstellt und das Erzeugen der MP3-Datei damit illegal wäre. Der Hersteller von doubleTwist verneint das natürlich und sagt, es sei legal.
DVD Jon ist dabei
Interessant ist das Projekt doubleTwist nicht nur wegen des Ansatzes, sämtliche Geräte und Netzwerke miteinander abgleichen zu können. Mit Jon Lech Johansen, besser bekannt als DVD Jon, sitzt auch ein Netz-Promi auf der Entwicklerbank. Er wurde durch die Entwicklung des DVD-Schutz-Knackers DeCSS bekannt und veröffentlichte mit QTFairUse eine Freeware, die das iTunes-DRM umgehen konnte.
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Zitat:
DoubleTwist ist in der Lage, mit DRM-geschützte Lieder in das MP3-Format umzuwandeln - natürlich nur bei selbst gekauften Songs, wie die Firma betont. Bei der Methode bewegt sich doubleTwist in einer rechtlichen Grauzone: Der Song wird im Hintergrund in doppelter Geschwindigkeit abgespielt und dabei als MP3 gespeichert.
Durch den so resultierenden Qualitätsverlust handelt es sich nicht um eine Eins-zu-Eins-Kopie. Aber laut geltendem Recht "darf der Nutzer, um an seine Privatkopie zu gelangen, keinen wirksamen Kopierschutz umgehen", so Rechtsanwalt Alexander Wachs. Unklar ist, ob der durch das beschleunigte Abspielen erzeugte Datenstrom bereits eine Umgehung eines Kopierschutzes darstellt und das Erzeugen der mp3-Datei damit illegal wäre. Der Hersteller von DoubleTwist verneint das natürlich und sagt, es sei legal.
Wenn die Redaktion dies immer noch als Grauzone ansieht und anprangert, dann würde mich dringend eine genauere Beleuchtung und Klärung interessieren, denn Tunebite (das nach genau diesem Prinzip auch arbeitet) empfehlen wir hier ja auch munter weiter in 2008.
Übrigens finde ich das etwas seltsam formuliert, der Qualitätsverlust hat eher nichts mit der doppelten Geschwindigkeit zu tun, sondern eher mit dem abspielen-wieder-aufnehmen-Umweg. Insgesamt ist die Geschwindigkeit meines Erachtens das geringste Argument für oder gegen die Legalität bzgl. "Umgehung eines Kopierschutzes".
Grüße,
Thorsten
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