Airotisch: Das Apple MacBook Air im Test
Apple findet kaum Anschluss
Auch die Laufzeit des Akkus reißt keine Bäume aus. Im Praxistest kam das MacBook Air nicht an die von Apple kommunizierten sechs Stunden heran. Abgedunkeltes Display und Office-Tätigkeiten: knapp fünf Stunden. Video-Wiedergabe unter Volllast: Keine drei Stunden. Die Wahrheit und damit der Richtwert für den Alltag dürfte in der Mitte liegen.
Wer den Blick auf der Längsachse um das MacBook Air wandern lässt, sieht kaum etwas. Absicht, mag man sich jetzt denken, schließlich ist das Notebook bewusst dünn gehalten. Doch auch was die Anschlüsse betrifft, kocht Apples Spross auf Sparflamme: Links der magnetische Stromanschluss, rechts eine Klappe, das war's. Die Klappe sieht zwar gut aus, lässt sich aber nicht öffnen, solange das Notebook auf dem Tisch steht. Funktion folgt hier leider der Form.
Klappe auf: USB, micro-DVI und Line-Out sind die einzigen Anschlüsse.
Hinter der Klappe verbergen sich drei Anschlüsse: Line-Out für den Kopfhörer. Micro-DVI, der per Apple-Adapter auf DVI oder VGA umgewandelt werden kann. Und ein einziger USB-Port. Die Augen weiten sich, doch vor Schrecken und nicht vor Begeisterung: kein FireWire, kein Ethernet, kein optisches Laufwerk? Ein dreifaches Nein auf den MacBook-Minimalismus.
Kabelgebundenes LAN gibt es per USB-Adapter für knapp 30 Euro, ansonsten setzt das MacBook Air auf WLAN-Hotspots und Bluetooth, um Verbindung mit der Außenwelt aufzunehmen - der luftige Name verpflichtet. Wer eine CD oder DVD brennen möchte, kann auf ein externes USB-Laufwerk namens SuperDrive zurückgreifen. Diese Scheibenschleuder funktioniert allerdings nur mit dem MacBook Air, andere Apple-Systeme und PCs vertehen sich nicht mit ihm.
Dünn ist Programm: MacBook Air.
Fremdgehen mit Microsoft
Auf dem MacBook Air ist Mac OS X Leopard in Version 10.5.2 installiert. Hier gibt es nicht viel Neues zu entdecken, nur die Multitouch-Gesten können in den Systemeinstellungen konfiguriert werden. OS X unterstützt nativ BootCamp, sodass auch Windows Vista oder XP ans Laufen gebracht werden können. Die Treiberintegration klappt problemlos. Mit dem per Apple-Taste aktivierbaren Auswahlmenü kann man das zu bootende Betriebssystem auswählen.

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