Airotisch: Das Apple MacBook Air im Test
Des Apfels Doppelkern
Positiv für ein Notebook der 13,3-Zoll-Klasse: Apple liefert ein komplettes Tastenfeld mit Pfeil- und Funktionstasten. Eine grüne Diode informiert über die gedrückte Umschalt-Taste. Abgesehen davon unterbricht nur eine weiße Bereitschafts-Leuchte an der vorderen Kante den Alu-Minimalismus.
Das Touchpad ist extra groß ausgefallen, natürlich nicht ohne Grund: Das MacBook Air unterstützt einige der aus dem iPhone bekannten Multitouch-Bewegungen. Safari-Websites per Wischbewegung durchschalten, Fotos in iPhoto drehen, Icons mit zwei Fingern zoomen. Die Gesten gehen sprichwörtlich gut von der Hand. Sie werden aber bislang nur von Apple-Anwendungen unterstützt. Das von unten in den Korpus eingesetzte Touchpad ist gegen Schmutz gewappnet, Spaltmaße entdeckt der Kritiker hier nur mit der Lupe.
Flachmann: Vier bis 20 Millimeter Dicke.
Das Interieur des MacBook Air hält einige Überraschungen parat: Ein Core 2 Duo mit 1,6 Gigahertz, vier Megabyte L2-Cache und 800 Megahertz Front Side Bus arbeitet auf dem schokoladentafelgroßen Mainboard. Den Prozessor schrumpfte Intel für das MacBook Air auf zwei Drittel der normalen Größe. Für einen Aufpreis von 270 Euro bietet Apple das Notebook auch mit 1,8 Gigahertz Taktung an.
Die zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sind ebenso wie der Prozessor fest mit dem Mainboard verlötet, ein Upgrade der Rechenleistung ist damit unmöglich. Eine 1,8-Zoll-Festplatte schubst bis zu 80 Gigabyte Daten durch die Leitung, arbeitet aber deutlich langsamer als die Kollegen der 2,5-Zoll-Fraktion. Eine Solid State Disc (SSD) mit 64 Gigabyte als Speichermedium ist optional und schlägt mit knapp 900 Euro zu Buche. Dafür dürfte diese mit besseren Leistungwerten glänzen.
Allein stehende Tasten und Multitouch für die Finger.
Das mitgelieferte Netzteil bringt 45 Watt Leistung und lädt den Akku vergleichsweise langsam auf. Der ist übrigens ein klarer Kritikpunkt des MacBook Air: Er ist fest verbaut kann nicht ausgetauscht werden. Gibt es es seinen Kooperationswillen einmal auf, muss das Notebook eingeschickt und für etwa 140 Euro im Werk repariert werden.

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